Zeckenbefall

Die Zecken befinden sich auf Gräsern und im dichten Unterholz, von wo aus sie sich dann auf ihren künftigen Wirt fallen lassen. Sie erkennen diesen am Geruch und der Körperwärme. Als Hausmittel wird den Hunden Knoblauch verabreicht, der über die Haut ausdünstet und so den Körpergeruch übertüncht. Dieses Hausmittel funktioniert allerdings nicht bei jedem Hund und es ist dabei auf die Menge zu achten, da zu viel Knoblauch für Hunde giftig ist. Andere Zeckenmittel sind Zeckensprays, Spot-ons oder auch Zeckenhalsbänder. Alle drei Varianten sorgen bei einem Zeckenstich dafür, dass die Zecke vergiftet wird oder vertrocknet und dadurch schneller abfällt als ohne Zeckenschutz. Vor einem Befall an sich schützen sie allerdings nicht.

Von Zecken ausgehende Gefahren
Durch den Zeckenstich werden verschiedene Krankheitserreger auf den Wirt übertragen. Zu den möglichen Krankheiten gehören unter anderem Borreliose, Babesiose (auch Hundemalaria genannt), Ehrlichiose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Anaplasmose, Hepatozoonose und Zeckenparalyse.

Zeckenparalyse
Im Speichel vieler Zecken ist ein Nervengift enthalten, um die Einstichstelle zu betäuben. Das Gift der australischen Zecke „Ixodes holocyclus“ kann zu lebensbedrohlichen Lähmungserscheinungen führen. Aber auch das Nervengift der heimischen Zeckenarten kann unter Umständen Lähmungserscheinungen hervorrufen, beispielsweise bei einem geschwächten Immunsystem.

Krankheitsübertragung und Zeckenentfernung
Die Übertragung der Krankheitserreger erfolgt in der Regel 24 Stunden nach dem Zeckenstich. Aus diesem Grund sollte der Hund nach jedem Spaziergang auf Zecken untersucht werden und diese schnellstmöglich entfernt werden. Da die Zecken eine ganze Weile auf dem Hund unterwegs sind, bevor sie eine geeignete Stelle gefunden haben, an der sie zustechen können, können viele Zecken mit einem Flohkamm aus dem Fell ausgekämmt werden, bevor sie sich auf dem Hund festbeißen. Hat sich eine Zecke dennoch festgebissen, so ist sie vorsichtig zu entfernen.

Zecken richtig entfernen
Um eine Zecke zu entfernen, sollte eine Zeckenzange oder ein Zeckenhaken benutzt werden. Die Zeckenzange wird hierzu direkt an der Haut angesetzt und die Zecke durch Drehbewegung entfernt. Entgegen vieler Diskussionen spielt es keine Rolle, in welche Richtung gedreht wird, da sich die Zecke ja schließlich nicht eingeschraubt hat. Die Drehung soll lediglich bewirken, dass die Zecke loslässt und sich ohne Zug entfernen lässt. Abwechselnde Links-rechts-Drehungen sind dabei oft am effektivsten. Die Entfernung der Zecke mittels einer normalen Pinzette quetscht die Zecke und sie kann dadurch erbrechen. Auch beliebte Hausmittel wie das bepinseln mit Klebstoff, Öl, Nagellack etc. führt zum Erbrechen der Zecke. Es ist bei der Entfernung darauf zu achten, dass der Kopf der Zecke nicht abreißt und in der Haut des Hundes verbleibt. Aus diesem Grund soll die Zecke durch Drehung und nicht durch Ziehen entfernt werden.

Den ungekürzten Beitrag  lesen Sie in unserem E-Paper Dog Aktuell – Das Hundemagazin Ausgabe 1/2014.