Zecken-Alarm in Deutschland

Hyalomma-Zecken reisten bis Schleswig-Holstein

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Zecken-Alarm in Deutschland

Zecken in Deutschland

Eigentlich sind in Deutschland nur die Auwaldzecke und der gemeine Holzbock heimisch. Inzwischen sind aber auch die Hyalomma-Zecken nach Deutschland eingereist. Die Riesenzecke Hyalomma ist eine Jagdzecke, die fünfmal größer ist, als der einheimische, gemeine Holzbock. Die Hyalomma-Zecke kann mit ihren Augen recht gut sehen und verfolgt ihre Opfer auf eine Distanz von bis zu 100 Metern.

Einreise der Hyalomma-Zecken

Die Larven und Nymphen der Hyalomma-Zecken reisen meist mit den Zugvögeln, einige jedoch auch mit Urlaubern im Flugzeug nach Deutschland. Millionen von Zeckenlarven und -nymphen gelangen so jedes Jahr nach Deutschland. Um zu ausgewachsenen Zecken heranwachsen zu können, benötigen sie jedoch Temperaturen von 20 Grad Celsius und mehr, weshalb bisher die meisten Exemplare in Deutschland starben. Von 2015 bis 2017 gab es gerade einmal zwei Einzelfunde der Hyalomma-Zecken.

Keine Panik – Keine Entwarnung

So wie die einheimischen Zecken überwiegend Borreliose und FSME übertragen, haben die Hyalomma-Zecken Erreger für das Zecken-Fleckfieber, das Arabisch hämorrhagische Fieber und dem Krim-Kongo-Fieber im Gepäck. Von den in Deutschland gefundenen Hyalomma-Zecken trug keine das für Menschen lebensgefährliche Krim-Kongo-Fiber-Virus. Auch gibt es derzeit noch keine Belege dafür, dass sich die Hyalomma-Zecken in Deutschland bereits angesiedelt haben. Grund zur Panik besteht somit aktuell nicht. Dennoch wurden bei einer Zecke Zecken-Fleckfieber-Erreger nachgewiesen. Auch könne nicht ausgeschlossen werden, dass siech die Hyalomma-Zecken in nächster Zukunft bei uns etablieren und damit auch das Infektionsrisiko in die Höhe treiben.

Mehr zu dem Thema später in unserer E-Paper-Ausgabe 2-2019

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