Will MUM Hundekämpfe mit einer Steuer legalisieren?

Ist der Kämpfelbacher Verein kriminell, oder einfach nur dumm?

Will MUM Hundekämpfe mit einer Steuer legalisieren

Die Forderung vom Kämpfelbacher Verein MUM nach einer erhöhten Steuer für Kampfhunde, ist schon dümmer, als die Polizei erlaubt.

Mit der Rasseliste und den Hundeverordnungen haben sich die Städte und Gemeinden eine lukrative goldene Zitrone geht aber an Mensch und Umwelt (MUM) in Baden-Württemberg.Einnahmequelle geschaffen. Dass inzwischen selbst vom Gericht bescheinigt wurde, dass die Rasseliste blanker Unsinn ist, interessiert die Politiker wenig. Sie werden schließlich dafür bezahlt, Unsinn zu verzapfen, die Bürger abzuzocken und die Steuergelder möglichst wirtschaftlich zum Fenster hinauszuwerfen. Es wird auch von keinem Politiker erwartet, dass er weiß, wovon er redet. Dies hat Bürgermeister Heinz Kraschewski (Gemeinde Auetal/Niedersachsen) im März 2016 unter Beweis gestellt, indem er erklärte, dass Niedersachsen das einzige Bundesland sei, welches die Rasseliste aus der Hundeverordnung gestrichen hat. Hätte er Dog Aktuell – Das Hundemagazin gelesen, dann hätte er gewusst, dass auch Schleswig Holstein, aus gutem Grund, die Rasseliste abgeschafft hat. Die goldene Zitrone geht aber an Mensch und Umwelt (MUM) in Baden-Württemberg.

Dümmer geht immerDümmer geht immer

Nachdem der Verein Gemeinderätinnen in dem Gemeinderat sitzen hat, muss offensichtlich mit der Dummheit anderer Politiker konkurriert werden. So heißt es in einem Antrag, dass sie die „Einführung einer Hundesteuer auf Kampfhunde in Höhe von 480 Euro für den ersten Kampfhund, für den zweiten 960 Euro jährlich fordern. Ein Blick in die FCI-Gruppen bringt hier nicht viel, denn eine Gruppe „Kampfhunde“ sucht man dort vergeblich. Somit muss es sich bei Kampfhunden um eine andere Gruppierung handeln, die nach dem Einsatz benannt ist. So wie ein Polizeihund im Polizeidienst arbeitet, oder ein Behindertenbegleithund Betreuungsaufgaben für Behinderte verrichtet, ist ein Kampfhund also ein Hund, der an Hundekämpfen teilnimmt. Diese sind jedoch in Europa verboten. Eine Steuer hierauf zu erheben, käme der Legalisierung krimineller Handlungen durch Entrichtung einer Zahlung gleich. Damit würde sich die Gemeinde strafbar machen. Für die Hundehalter bedeutet dies dagegen keine erhöhte Hundesteuer für keinen Hund, sofern dieser nicht an illegalen Hundekämpfen teilnimmt. Gemeint ist aber wohl eher der umgangssprachliche Gebrauch des Wortes Kampfhund. Bei aller Liebe zur Bürgernähe, aber Umgangssprache hat in Verordnungen nichts verloren. Es gibt zwischen dem Beamtendeutsch und Umgangssprache noch diverse Grautöne und gerade in Grauzonen kennen sich Politiker doch in der Regel bestens aus. Vielleicht hat sogar schon einmal der eine oder andere eine Doktorarbeit darüber abgeschrieben. Eine Verordnung muss eindeutig sein und das umgangssprachliche Wort Kampfhund ist dies nicht.

FragezeichenWas ist ein Kampfhund?

Umgangssprachlich wird dieses Wort für Hunde gebraucht, deren Rassen einst speziell für Hundekämpfe gezüchtet wurden. Es wird aber Mittlerweilen auch für zahlreiche Hunderassen gebraucht, die nicht für Hundekämpfe gezüchtet wurden, sondern aufgrund von Beißvorfällen als gefährlich gelten. Dies sind oftmals Herdenschutzhunde, denen keine Herde zum Beschützen zur Verfügung stehen und so, ihrer Rasseeigenschaft entsprechend, eigenständig Entscheidungen treffen, die nicht immer deckungsgleich mit dem sind, was man von einem Familienhund erwartet. Einen Schutzhund allerdings als Kampfhund zu bezeichnen ist schon sehr gewagt. Sicher ist nur, dass auch der umgangssprachliche Begriff Kampfhund nicht genau abzugrenzen ist und somit keinen eindeutigen Hinweis darauf zulässt, um welche Rassen es sich handeln soll.

Hohe Ticketpreise für Flüge mit der LuftwaffeHohe Ticketpreise für Flüge mit der Luftwaffe

Das es noch dümmer geht, beweist der nächste Absatz. „Kampfhunde sind weder als Familienhund noch als Wachhund erforderlich. Menschen, die unbedingt einen Kampfhund halten möchten, sollen einen erhöhten Steuerbetrag für diesen entrichten.“ „Erforderlich“ sind wohl die allerwenigsten Hunde, genauso, wie Kinder, Katzen, Goldhamster, Wellensittiche etc. Sie gehören aber zu unserem sozialen Umfeld und ob ein Hundehalter einen Dackel, eine Dogge oder einen Staffordshire Bullterrier hält, sollte ihm selbst überlassen bleiben. Ebenfalls nicht erforderlich sind Flüge mit der Luftwaffe. Den Beweis liefern die Bürger der BRD, von denen noch keiner mit der Luftwaffe geflogen ist. Sie kommen mit den Billig-Airlines allerdings an die gleichen Ziele, was eindeutig belegt, dass die teuren Flüge mit der Luftwaffe nicht erforderlich sind. Freuen wir uns also darauf, dass Frau Merkel und Co bald für ihre Flüge immens hohe Ticketpreise bezahlen müssen. Oder etwa nicht?

Gefährliche Hunde erwünscht

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man den letzten Absatz als besonders lustig bezeichnen. Wir dürfen mal kurz zitieren: „Die Liste MUM will damit ein Signal setzen, dass wir in Kämpfelbach keine gefährlichen Kampfhunde haben wollen.“ Da es ja, wie oben beschrieben, etwas schwierig ist, zu ermitteln, was genau mit Kampfhund gemeint ist, gehen wir mal von den Hunden aus, die ursprünglich für Hundekämpfe gezüchtet wurden. Wie wir bereits mehrfach beschrieben haben, wurden bei diesen Hunden sogenannte Man biter von der Zucht ausgeschlossen, wodurch diese Hunde Menschen gegenüber besonders unterwürfig sind. Einen gefährlichen Kampfhund zu finden dürfte sich somit als ausgesprochen schwierig erweisen. Aber was besagt dieser Satz, wenn man ihn genau betrachtet? Ein Blick in die Beißstatistiken verrät, dass die Listenhunde sehr weit unten stehen. Von gefährlich kann also schon einmal keine Rede sein. Wenn diese Hunde, die in der Beißstatistik soweit unten stehen nicht gewünscht sind, dann sind die Hunde, die in der Statistik oben stehen also erwünscht? Es ist jedenfalls mit keiner Silbe erwähnt, dass ein gefährlicher Hund, der nicht auf der Rasseliste steht, unerwünscht sei. Dicker Hund, was?

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