Wiesloch hat sein erstes Opfer

Bürgermeister von Wiesloch zeigt sein wahres Gesicht

Werbung

Wiesloch hat sein erstes Opfer

Gegen den Widerstand der Bevölkerung wurde in Wiesloch eine Kampfhundesteuer eingeführt, von der auch Herdenschutzhunde betroffen sind.

In Wiesloch wird es rassistisch
© Foto IG Staffordshire und Co

Wiesloch hat gegen den Widerstand der Bevölkerung die Kampfhundesteuer eingeführt, von der es keine Möglichkeit der Befreiung gibt. Wir bezeichneten dies als Rassenhass und Rassendiskriminierung, was dem Oberbürgermeister offensichtlich gar nicht gefiel. Er verwies auf die Definition von Rassendiskriminierung, wonach der Begriff nur für Menschen gelte und sagte in der Gemeinderatssitzung: „Man sollte auf sprachliche Hygiene achten, denn wir kommen sonst in Schieflage.“ Das wollen wir natürlich nicht. Der Begriff wird wahrhaftig so definiert, wie es der OB verlauten ließ. Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass der Begriff „Rasse“ nur bei Tieren und Kulturpflanzen Anwendung findet. So gibt es bei Hunden verschiedene Rassen, wie beispielsweise den Labrador und den wiederum gibt es in den Farben Schwarz, Gelb und Braun. „Menschenrassen“ hingegen gibt es nicht. Menschen in „Rassen“ zu unterteilen ist nach genetischen Forschungen zur menschlichen Population überholt. Achten wir auf die sprachliche Hygiene, so können wir „Rassenhass“ und „Rassendiskriminierung“, entgegen der Definition, nur auf Tiere und Kulturpflanzen, nicht aber auf Menschen anwenden, da es bei diesen keine unterschiedlichen Rassen gibt.

Wiesloch in Schieflage

Wiesloch hat sein erstes Opfer
© D.D. Der Redaktion bekannt

In Schieflage geriet Wiesloch nun aber dennoch. Weniger wegen der sprachlichen Hygiene, als mehr wegen der Kampfhundesteuer. Ein Hundehalter aus Wiesloch war durch familiäre Probleme finanziell am Limit angelangt. Die erhöhte Kampfhundesteuer konnte er nicht auch noch erbringen, weshalb er nach einem neuen Platz für seinen Hund suchen musste. Er hatte ihn einst aus dem Tierschutz übernommen. Seit dem lebte der Hund mit ihm und seinen beiden kleinen Kindern ohne Probleme und Vorkommnisse zusammen. Nun muss er sich von ihm trennen. Nicht nur für ihn und den Hund eine Tragödie, sondern auch für die Kinder. Der Hund war für sie Vertrauter und Spielkamerad. Nun muss er weg, weil der Hund, der nie etwas Böses getan hat, angeblich gefährlich ist. Wie soll den Kindern mit solchen Erlebnissen der Unterschied zwischen gut und böse, zwischen lieb und gefährlich vermittelt werden? Hat der Herr Oberbürgermeister dafür eine sprachlich hygienische Erklärung?

Wiesloch hat sein erstes Opfer
© D.D. Der Redaktion bekannt

Facebook-Gemeinschaft schreitet ein

Da den Gemeindevertretern die Sorgen und Nöte ihrer Gemeindemitglieder absolut egal sind, traten die empörten Hundefreunde der Facebook-Gruppe „Nein zur Rassendiskriminierung in Wiesloch – gleiche Steuer für alle Hunde“ ein und sammelten den Differenzbetrag, damit der Hund bleiben kann. Ein Jahr ist gesichert, doch was geschieht dann? Dem Gemeinderat scheint dies egal zu sein, solange die Kasse stimmt. Ein Armutszeugnis für Wiesloch.

 

 

2 Kommentare

  1. Es ist eine Schande! Fern jeglicher Vernunft, fern jeder Aufgabe, eines Oberbürgermeisters. Bei so wenig Verständnis für seine Gemeinde,ist eine Wiederwahl nicht vorzustellen.BravSteuern zahlen,ansonsten Schnauze halten.?

  2. Wenn es nur gegen Hunde bestimmter Rassen geht und deren verantwortungsvolle Halter, dann sind deutsche amtierende oder etablierte Politiker aller Ebenen und Parteien-Couleur sich für jeglichen Rassismus, einhergehend mit finanzieller Erdrosselung, um Kassen zu füllen, nicht zu schade. Es ist ein Armutszeugnis, dass Politiker nicht einmal ansatzweise so weit denken können, dass ein Hund immer das ist, was Menschen aus ihm machen – völlig rasseunabhängig. Die Hundesteuer wurde 1810 als Luxusstreuer erhoben und wird auch heute noch als solche von Politschurken hochgehalten, denn damit füllt man günstig Gemeinde- und Städtekassen auf. Aber heutzutage einen Hund zu halten, ist überwiegend (außer beim Züchter extra bestellte Hunde) kein Luxus, sondern bitter nötige Lebensrettung! – Dies gilt auch für die auf Basis völlig frei erfundener Rassenlisten diskriminierten Hunde. Keiner dieser als gefährlich aufgrund Rassezugehörigkeit willkürlich stigmatisierten Hunde stellt auch nur ansatzweise eine solche Gefahr dar, wie sie von Politikern viel zu oft tatsächlich ausgeht. Hunde haben Anstand. Halter, die ihre Hunde nicht misshandeln und zu ihnen stehen auch. Politiker, die über Leichen gehen und/oder andere finanziell erdrosseln – nicht! Diese sind geprägt von Machtdemonstration und einer gewissen Gier zu Lasten anderer, wobei sie auch über Leichen gehen – die der immer unschuldigen Hunde! Tiere kennen kein Geld, wissen nicht, warum sie ihre Familie/ihr Zuhause verlieren, wissen nicht, was Rasse, was Lüge und Hinterhältigkeit ist. Wer ist denn die tatsächliche Gefahr nun wirklich? Sie hat 2 Beine, nicht 4!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.