Weight Pull

Eine in den USA weitverbreitete Hundesportart, die in Europa noch sehr mit Vorurteilen behaftet ist.
Am Weight Pulling teilnehmen dürfen nur gesunde und trainierte Hunde, die mindestens ein Jahr alt sind. Die Rasse spielt dabei keine Rolle. In Deutschland sind beispielsweise neben Pitbull Terriern, American Staffordshire Terriern, American und French Bulldog auch Schäferhunde der Rassen Deutscher Schäferhund und Malinois sowie Hunde der Rassen Boston Terrier, Boxer-Mix und sogar Chihuahua vertreten.

Wettkampf
Der Hund zieht einen mit Gewichten beladenen Wettkampfwagen oder Schlitten aus freien Stücken, also ohne Druck und Triebmittel, über eine Distanz von fünf Metern, wofür er eine Minute Zeit hat. Kann er das Gewicht nicht ziehen, oder benötigt er hierzu mehr als eine Minute, so wird der Durchgang als „No Pull“gewertet. Ein No Pull führt automatisch zum Ausscheidendes Hundes. Erkennt der Hundeführer, dass sein Hund mit dem Gewicht überfordert ist, so bricht er den Versuch ab, indem er dem Wagenführer ein Zeichen gibt. Dieser wird dann den Wagen anschieben, sodass der Hund den Versuch erfolgreich beenden kann, wenngleich er als No Pull gewertet wird und der Hund damit ausgeschieden ist.

Weight Pull
© Sebastian Bråkenhielm

Voraussetzungen
Damit der Hund bei diesen Wettkämpfen keinen Schaden nimmt, sind gute Ernährung, umfangreiches Muskelaufbautraining und eine saubere Zugtechnik erforderlich.

Weight Pull als Therapie
Nicht nur für gesunde, sondern auch für kranke Hunde kann Weight Pull interessant sein. So kann auch bei Krankheiten wie Hüftgelenkdysplasie ein Muskelaufbautraining für Linderung und mehr Lebensqualität sorgen. Die Anforderungen, die in diesen Fällen gestellt werden, unterscheiden sich selbstverständlich gravierend von denen der Wettkampfteilnehmer, auch nehmen kranke Hunde, wie bereits erwähnt, nicht an Wettkämpfen teil, das Prinzip ist jedoch identisch.

Einsatz
Weight Pull wird von Besitzern und Züchtern gerne genutzt, um ihre Rassehunde auf Ausstellungen mit gut ausgebildeten Muskeln präsentieren zu können. Das schützt auch vor Verletzungen, beispielsweise im Einsatz als Schutzhund. Eine Kombination mit anderen Sportarten ist nicht nur möglich, sondern ideal.

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