Was bin ich?

Heiteres Rasseraten beendet

Das heitere Rasseraten hat ein Ende und auch Streitigkeiten bezüglich des Stammbaums können nun endgültig geklärt werden. Entgegen einigen Gerüchten, die Hunderasse könne nicht per DNA-Analyse festgestellt werden, ist nicht nur die Rassebestimmung, sondern auch ein Herkunftsnachweis durch den genetischen Fingerabdruck möglich. Bei der DNA-Analyse wird nicht nur festgestellt, wie viele Rassemerkmale des Wolfes im Erbgut des getesteten Hundes verankert sind, sondern auch ob es sich um einen reinrassigen Hund handelt. Bei Mischlingen kann so auch die ewige Streitfrage geklärt werden, ob in dem Erbgut Anteile einer sogenannten Kampfhunderasse vorhanden sind. Bei dem Unternehmen PetGene kommen zur Erstellung von Gutachten nur Verfahren zum Einsatz, die der forensischen Gerichtsmedizin entsprechen und den Qualitätsanforderungen der deutschen Gerichte entsprechen.

Eindeutiger als Chip und Tätowierung

Während sich Chip und Tätowierung mit reichlich Aufwand fälschen lassen, ist die DNA absolut fälschungssicher und eindeutig. So kann nicht nur die Rasse bestimmt, sondern auch nachgewiesen werden, ob der getestete Hund wirklich von dem Champion abstammt, wie der Züchter behauptet. Der DNA-Test ist inzwischen sogar online möglich, ohne dass der Hund zu einem Tierarzt oder Labor gebracht werden muss. Einfach das Probeset anfordern, Abstrich machen und mit dem beigefügten Rückumschlag einschicken. Der Abstrich kann mit dem Wattebausch bedenkenlos und völlig schmerzfrei selbst durchgeführt werden. Spätestens zehn Werktage nach dem Eintreffen der Probe im Labor erhält der Tierhalter dann das Ergebnis.

Gemeinderat besser als das Labor

Die eingeschickten DNA-Proben werden unter der Leitung der zertifizierten Abstammungsgutachterin Frau PD Dr. Nicole von Wurmb-Schwark von der Fa. PetGene getestet. Die Ergebnisse werden im Anschluss von zwei unabhängigen, qualifizierten Wissenschaftlern geprüft. Aber selbst dann, wenn festgestellt wird, dass in dem untersuchten Erbgut keinerlei Erbmaterial von sogenannten Kampfhunden steckt, nutzt das Ergebnis dem Halter nicht immer etwas. Da es auch wissenschaftlich belegt ist, dass von Listenhunden keine gesteigerte Gefahr ausgeht, ist es für die Erhebung einer erhöhten Hundesteuer letztlich auch irrelevant, ob in dem Hund wirklich ein Listenhund steckt oder nicht. Das Gefahrenpotenzial ist in jedem Fall das gleiche und es reicht daher, wenn der Hund so aussieht wie ein Listenhund. Es versteht sich ja wohl von selbst, dass die fachliche Kompetenz der Gemeinderatsversammlung höher anzusetzen ist, als die fraglichen Methoden studierter Gerichtsmediziner.