Urlaub mit Hund

Die schönste Zeit im Jahr ist die Urlaubszeit, doch leider nicht für viele Hunde. Unzählige Vierbeiner landen Jahr für Jahr zur Urlaubszeit in den Tierheimen. Die Gründe sind vielfältig. Oftmals ist das einstige Weihnachtsgeschenk, der süße Welpe, inzwischen zu einem zerstörerischen “Halbstarken” herangewachsen, oder der Hund war eine übereilte Fehlanschaffung. Probleme, die bei der Lektüre unserer Beiträge „ein Hund zu Weihnachten“, „Ab sofort mit Hund“, „Sind alle Welpen Zerstörer – Was kann man dagegen tun?“ und „Gute Welpenspielgruppen“ nicht aufgekommen wären und deren Schuld beim Menschen liegt. Der Hund dagegen ist an dem Dilemma unschuldig und muss dafür büßen und leiden. Es gibt aber auch noch einen anderen Grund, weshalb sich viele Hundebesitzer zur Urlaubszeit ihres Hundes entledigen, und zwar, weil er angeblich bei der Urlaubsreise stört. 

Wie der Urlaub für Hund und Mensch zum Höhepunkt des Jahres wird
Urlaub mit HundHunde sind nicht orts-, sondern personenbezogen. Auch wenn eine Urlaubsreise für den Hund anstrengend und mit Stress verbunden ist, so lernt der Hund sehr schnell, dass er für diesen Stress mit viel Freizeit belohnt wird. Er erfährt, dass seine Familie im Urlaub wesentlich mehr Zeit für ihn hat und so wird er sich trotz aller Anstrengung über die Urlaubsreise freuen. Bei einer hundegerechten Urlaubsplanung wird es auch am Urlaubsort keine Probleme mit dem Hund geben. In vielen Pensionen, Hotels oder Campingplätzen sind Hunde inzwischen willkommene Gäste und sogar am Meer gibt es Strandabschnitte, sogenannte Hundestrände, die für Hunde zugänglich sind. Es gibt sogar Reiseveranstalter, die sich explizit auf den Urlaub mit Hund spezialisiert haben.
Auch bei der Anreise zum Urlaubsziel bleiben Sie flexibel. Obwohl das Reisen im Auto die idealste Variante ist, sind auch Reisen im Zug, im Bus oder mit dem Flugzeug mit Hundebegleitung möglich. Für einen gut trainierten, lauffreudigen und ausdauernden Hund ist bei einer moderaten Reisegeschwindigkeit auch ein Urlaub per Fahrrad ein riesen Spaß.

Reisen ins europäische Ausland
Bei Auslandsreisen gilt es zu beachten, dass seit dem 3. Juli 2011 alle Hunde, Katzen und Frettchen, die innerhalb der EU reisen, mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein müssen. Hunde, die vor diesem Stichtag geboren und tätowiert wurden, können die europäischen Grenzen zwar auch ohne Mikrochip passieren, doch kann hiervon nur abgeraten werden. Beim Grenzübertritt ohne Mikrochip muss der Hundehalter den Nachweis erbringen können, dass die Tätowierung vor dem 3. Juli 2011 stattgefunden hat. Auch muss die Tätowierung einwandfrei lesbar sein, was im Ermessen, der Sehkraft oder der Willkür des Grenzbeamten liegt. Mit einem gechippten Hund reist man in jedem Fall beruhigter und auch die Zuordnung eines entlaufenen Hundes und damit dessen Rückführung gestaltet sich bei Tieren mit Mikrochip um einiges leichter. Natürlich müssen bei Auslandsreisen auch die jeweiligen Einfuhrbestimmungen eingehalten werden. Worum es sich dabei im Einzelnen handelt, erklärt Ihnen Ihr Reiseveranstalter.