Unterstützt die Staatsanwaltschaft illegale Hundetransporte?

Diesen Eindruck könnte man bei der Presseerklärung gewinnen, die von der Polizei in Paderborn am 13.Oktober 2014 herausgegeben wurde. In dieser Presseerklärung teilte die Polizei Paderborn mit, dass sie von einer Zeugin darüber informiert wurden, dass Hunde aus einem Transporter in ein anderes Fahrzeug umgeladen würden. Die Polizei konnte den beschriebenen Transporter stoppen, in dem sie mehrere Hundetransportkäfige und zwei Hunde fanden. Der Zustand des einen Hundes und die Unterbringung der Hunde erschienen den Beamten kritisch, weshalb sie das Veterinäramt einschalteten. Eine Tierärztin bestätigte den Eindruck der Polizeibeamten und ließ den Hund unverzüglich in eine Tierklinik einliefern. Die Fahrzeuginsassen, eine 35-jährige Frau und ein 45-jähriger Mann aus Rumänien, wurden von der Polizei festgenommen. Sie gaben sich als Tierschützer aus, die herrenlose Hunde aus Rumänien in Deutschland unterbringen wollten. Die Staatsanwaltschaft leitete zwar ein Ermittlungsverfahren ein, setzte die zwei Rumänen jedoch gegen eine Sicherheitsleistung von ein paar Hundert Euro wieder auf freien Fuß. Der genaue Betrag wurde in der Presseerklärung nicht genannt, es dürfte sich aber in etwa um den Betrag handeln, den sie für zwei bis drei Hunde erhalten haben und der so aus der Portokasse beglichen wurde.