Turnierhundesport ist Sport für Hund und Halter

Leichtathletik mit Hund = Turnierhundesport

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Turnierhundesport ist Sport für Hund und Halter

Gemeinsam aktiv im Turnierhundesport

Der Turnierhundesport wird von Hund und Hundeführer gemeinsam ausgeübt. Dabei ist der Begriff Turnierhundesport als Oberbegriff für verschiedene Varianten zu sehen. Vor über 30 Jahren hat sich der Turnierhundesport für Hundeführer jeden Alters als eine Alternative zu den herkömmlichen Hundesportarten einen großen Anhängerkreis aufgebaut. Gerade junge Hundeführer lieben diesen Hundesport, der für alle Hunderassen geeignet ist und schnelle Erfolgserlebnisse verspricht. Im VDH werden daher die Bezeichnungen „Leichtathletik mit Hund“ oder „Breitensport mit Hund“ für diese Sportart genutzt. Unseren österreichischen Lesern wir der Sport unter der Bezeichnung „Breitensport“ bekannt sein.

Die populärsten Varianten des Turnierhundesports sind der Vierkampf, unterteilt in die Klassen eins bis drei, der Geländelauf, der Hindernislauf und der Combinations-Speed-Cup (CSC). Weiterhin gibt es noch den Dreikampf, den Shorty und den K.O. Cup.

Varianten des Turnierhundesports

Je nach Veranlagung des Hundeführers gibt es im Turnierhundesport verschiedene Einzel-und Mannschaftsdisziplinen. Ob diese auf Wettkampfniveau oder just for fun ausgeführt werden, bleibt jedem Einzelnen überlassen. Ob so, oder so. Spaß haben Hund und Hundeführer in jedem Fall dabei.

Vierkampf

Der Vierkampf ist unterteilt in drei Klassen: VK1, VK2 und VK3 und wird als die Königsdisziplin im Turnierhundesport bezeichnet. Wie der Name schon sagt, besteht der Vierkampf aus vier einzelnen Disziplinen. Beim Vierkampf spielt der Gehorsam eine wichtige Rolle, weshalb die Unterordnung eine der vier Disziplinen darstellt. Im VK2 müssen im Gegensatz zum VK1 die Kommandos in Freifolge, sprich ohne Leine ausgeführt werden, außerdem kommt das Kommando „Steh“ hinzu. Im VK3 erfolgen die Kommandos „Steh!“ und „Platz!“ aus dem Laufschritt heraus. Die weiteren Disziplinen im Vierkampf sind der Hürdenlauf, der Slalom und der Hindernislauf.

Hürdenlauf

Beim Hürdenlauf sind die 30 cm hohen und zwei Meter breiten Hürden von Hund und Hundeführer gemeinsam zu überspringen. Der Hund läuft beim Hürdenlauf stets parallel zum Hundeführer. Im Vierkampf 1, der Einsteigerklasse, kann der Hund an der Leine oder im Freilauf geführt werden. Im Freilauf können Extrapunkte gesammelt werden. Ab Vierkampf 2 muss der Hund im Freilauf geführt werden und der Hundeführer muss die Hürden mit überspringen, was im VK 1 freiwillig ist. Die Distanz beträgt im VK 1 und VK 2 60 Meter, mit einem Wendepunkt nach 30 Metern. Auf dieser Strecke sind vier Hürden zu überwinden. Im VK 3 beträgt die Strecke 80 Meter mit einem Wendepunkt nach 40 Metern. Auf dieser Strecke befinden sich insgesamt sechs Hürden.

Slalom

Der Slalom besteht aus sieben Stangentoren, die je nach Wettkampfstufe auf einer Strecke zwischen 65 und 75 Metern aufgebaut sind. Hund und Hundeführer müssen diesen Parcours schnellstmöglich und parallel zueinander passieren, wobei es für jedes ausgelassene Stangentor Strafpunkte gibt. An der Leine darf der Hund lediglich beim VK1 geführt werden.

Hindernislauf

Beim Hindernislauf müssen acht Hindernisse überwunden werden, die auf einer Strecke von 75 Metern aufgebaut sind. Der Hindernislauf mit Tunnel, Laufdiele, Reifen, Schrägwand etc. erinnert ein wenig an Agility, wobei der Ablauf beim Turnierhundesport immer gleich und in einer Linie auf der Geraden ist. Hund und Hundeführer müssen bei dieser Disziplin nicht parallel zueinander laufen. Gewertet wir die Zeit desjenigen, der als Letzter im Ziel eintrifft, was meist der Hundeführer ist.

Der Hindernislauf ist nicht nur Teil des Vierkampfes, sondern stellt auch eine eigenständige Disziplin beim Turnierhundesport dar.

Geländelauf

In dieser Disziplin ist der Hund stets an der Leine zu führen. In früheren Zeiten wurde der Geländelauf in GL und GL+ unterteilt. Beim GL+ trägt der Hundeführer einen Laufgurt und der Hund ein Geschirr. Beides ist durch eine Leine mit Panikhaken verbunden. Eine Form, die wir vom Canicross her kennen. Beim GL lief der Hund an einer normalen Hundeleine. In der heutigen Form des Geländelaufs sind beide Varianten möglich, wobei die Mehrzahl der Geländeläufer die Canicross Variante wählt und lässt sich vom Hund unterstützend ziehen. Der Geländelauf erstreckt sich über 1.000, 2.000 oder 5.000 Meter und führt meist durch Wald und Flur.

CSC Combinations-Speed-Cup

Eine besonders spannende und actionreiche Variante des Turnierhundesports ist der Combinations-Speed-Cup, kurz CSC. Der Hindernisparcours ist unterteilt in drei Sektionen. Drei Hund-Hundeführerteams bilden eine Mannschaft. Ähnlich wie beim Staffellauf startet das nächste Team erst dann, wenn das vorherige Team die Ziellinie überschreitet, allerdings ohne Staffelübergabe oder abklatschen.

Shorty

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Kurzform, und zwar vom Combinations-Speed-Cup. Beim Shorty starten nur zwei statt drei Teams und die Hindernisparcours verlaufen parallel.

Dreikampf

Der Dreikampf ist als Einsteigerdisziplin in den Vierkampf 1 (VK 1) zu verstehen. Der Dreikampf umfasst die drei Laufdisziplinen Hürdenlauf, Slalom und Hindernislauf. Mit dem Dreikampf können auch Teams in den Turnierhundesport einsteigen, bei denen es am Gehorsam noch etwas mangelt.

K.O.-Cup

Zwei Hund/Hundeführer-Teams starten auf zwei baugleichen und parallel verlaufenden Hindernisparcours. Der Tagessieger wird im K.O.-System Sieger gegen Sieger ermittelt.

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