Toter Hund kehrt zurück

Neuanfang für 100.000 Dollar

Wenn ein Hund stirbt, dann stirbt ein Familienmitglied. Ein Leid, das manch ein Hundehalter nicht hinnehmen will und dafür tief in die Tasche greift.

Wenn Hundeliebe und Profitgier die ethischen Grundsätze aushebeln

Es geht vermutlich jedem Hundehalter so, dass er sich nichts sehnlicher wünscht, als dass sein verstorbener Hund zurückkommt. Wer genügend Geld locker macht und bereit ist, sich über alle ethische Fragen hinwegzusetzen, hat nun die Möglichkeit dazu. Die Klinik des Sooam Forschungsinstituts macht es seit etwa 10 Jahren möglich. Dazu entfernen die Forscher den Zellkern aus einer Eizelle und setzen stattdessen das Erbgut des verstorbenen Hundes ein. Eine Leihmutter trägt den so geklonten Welpen anschließend aus.

100.000 Dollar Welpen

Seinen Hund auf diese umstrittene Weise ein zweites Mal zu bekommen, ist nicht billig. 100.000 US-Dollar, umgerechnet etwa 91.000 Euro kostet jedes Hundebaby. Wer allerdings glaubt, dass nur eine Handvoll Menschen diesen Weg beschreiten, irrt gewaltig. Rund 34 Milliarden Won, umgerechnet 26 Millionen Euro, nimmt das Forschungsinstitut jährlich durch das Klonen von Welpen ein. Es ist damit zur Haupteinnahmequelle geworden. Inzwischen hat sogar Russland drei geklonte Welpen bestellt und erhalten.