Todestag für Frauchen verschoben

Liebe ist stärker als der Tod

Todestag für Frauchen verschoben

Er lag im Sterben, doch Frauchen hatte einen Herzenswunsch. Dafür verschob Labrador Charlie seinen Todestag, denn seine Liebe war stärker als der Tod.

Todestag für Frauchen verschoben
© Foto: Facebook | JenDz Photography

Kelly O‘Connel arbeitete als junges Mädchen in einem Tierheim. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie noch nicht beabsichtigt, sich einen eigenen Hund anzuschaffen. Als jedoch ein 12 Wochen alter Labradorwelpe abgegeben wurde, war es um sie geschehen. Der Hund wurde in einem Einkaufswagen gefunden und Kelly wusste sofort, dass sie diesen Hund haben musste. Der Hund bekam den Namen Charlie und sollte so etwas wie ihr persönlicher Glücksbringer werden. So jedenfalls könnte man es sehen, denn nicht nur Charlie bekam einen festen Platz in ihrem Herzen, sondern traf auch James Garvin, der die Liebe ihres Lebens werden sollte. Kelly und James haben nicht nur die gleichen Interessen, sondern auch den gleichen Beruf. Sie sind beides Tierärzte. Als sie sich entschieden haben zu heiraten, war Charlie bereits 15 Jahre alt.

Der Tod muss warten

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© Foto: Facebook | JenDz Photography

Für mittelgroße Hunde hat der Labrador eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung von etwa 11 bis 13 Jahren. Mit seinen 15 Jahren hatte Charlie bereits ein sehr hohes Alter erreicht. Einige Wochen vor der Hochzeit wurde dann bei Charlie ein Hirntumor festgestellt. Der Hund baute rapide ab, lag apathisch im Körbchen und die Krampfanfälle häuften sich. Kellys Wunsch, von ihrem Hund zum Traualtar begleitet zu werden, sollte sich wohl nicht erfüllen. Schlimmer noch, der glücklichste Tag in ihrem Leben sollte auch gleichzeitig der traurigste Tag werden. Charlie spürte wohl den Wunsch seines Frauchens. Eine Woche vor der Hochzeit hörten die Krämpfe auf, Charlie war wieder aktiv und ganz der Alte. So lief er schließlich am Tag der Hochzeit, stolz und mit erhobenem Kopf, neben seinem Frauchen bis zum Altar. Er trug dabei einen Blumenkranz auf seinem Kopf. Am Traualtar angekommen, war das Ziel erreicht. Charlies Beine knickten weg. Kelly

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O‘Connel sagte: „James und ich hatten ihn gerade gepackt, und wir sagten: ‚Du hast es geschafft, Kumpel, du hast es geschafft!‘ Aber da spürten wir, dass er sich langsam verabschiedete.“ Den Weg zurück wurde er dann von Kellys Schwester getragen. Ausnahmslos alle der anwesenden Personen versuchten, die Tränen zu unterdrücken. Gelungen ist es niemandem. Zu Hause angekommen verstarb Charlie dann vor dem Kamin im Kreis seiner geliebten Familie.