Tierisch mobiler Tierschutz

Fahrzeugübergabe in Paderborn

Von links nach rechts: Bernhard Rosenthal (Geschäftsführer Autohaus Rosenthal & Rustemeier), Thomas Schröder (Präsident Deutscher Tierschutzbund), Frank Hägele (Direktor Verkauf, Groß- und Gewerbekunden Adam Opel AG), Judith Schönenstein (Deutscher Tierschutzbund)

Tierisch unterwegs, so lautete das Motto. Der Deutsche Tierschutzbund übergab 50 Tierhilfewagen an Mitgliedsvereine aus ganz Deutschland.

Fahrzeugübergabe in Paderborn

„Tierisch unterwegs“ lautete das Motto des Deutschen Tierschutzbundes, als in Paderborn am 26. Januar 2016 die Tierhilfewagen an 50 Mitgliedsvereine aus ganz Deutschland übergeben wurden. Mit den Fahrzeugen vom Typ Opel Combo werden Tierrettungen und Fahrten zum Tierarzt vorgenommen. Aber auch für Futtermitteltransporte und sonstige Fahrten, die für den Betrieb von Tierheimen notwendig sind, werden sie zum Einsatz kommen. Die Fahrzeuge sind von außen auffällig beklebt. Das Motiv des Deutschen Haustierregisters ziert mit der Webadresse „registrier-dein-tier.de“ eine Seite des Fahrzeugs. Auf der anderen Seite befindet sich ein Katzenmotiv mit Spendenaufruf.

Ausstattung der Fahrzeuge

Die Fahrzeuge wurden speziell auf den Transport von lebenden Tieren ausgestattet. Ein Trenngitter sorgt für eine sichere Unterbringung der Tiere im Laderaum und ermöglicht gleichzeitig die Einsicht in den Laderaum. Entlüftung und Klimaanlage sorgen für angenehme Temperaturen und gute Luft. Die Seitenfenster im Ladebereich sind blickdicht, um optische Reize auf ein Minimum zu reduzieren und damit den Stresspegel der Tiere beim Transport zu senken.

Sicherheit

Die Sicherheit wollte der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes nicht alleine den Airbags überlassen. So erhielten alle Vereine eine theoretische Schulung zur Sicherung der Tiere und ein Fahrsicherheitstraining, was auf dem ADAC-Trainingsgelände in Paderborn stattfand.

Deutliche Worte des Präsidenten

Den feierlichen Akt der Übergabe nutzte Thomas Schröder, der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, um ein paar deutliche Worte verlauten zu lassen. Obwohl Fahrzeuge dieser Art zur Grundausstattung eines jeden Tierheims gehören, können sich viele Tierheime ein solches Auto nicht leisten. Weiterhin sagte er: „Grund dafür ist, dass die Kommunen sich immer noch aus ihrer Pflichtaufgabe herausstehlen und den karitativen Tierschutz ausbluten lassen. Wir haben es in den vergangenen Jahren mit Beratungs- und auch Finanzhilfen geschafft, viele unserer Mitgliedsvereine zu stabilisieren. In wenigen Bundesländern gibt es Investitionshilfen aus Landesmitteln. Oft ist dies nur eine befristet wirkende Hilfe, wir brauchen aber eine dauerhafte, verlässliche Finanzierung. Wenn Kommunen, Land und Bund nicht endlich nachhaltig handeln, dann wird das Jahr 2016 für viele Tierheime das schwerste aller bisherigen. Die Tierschützer vor Ort leisten großartige Arbeit, die eigentlich die Kommunen zu leisten hätten. Statt Anerkennung und kostendeckende finanzielle Unterstützung gibt es aber immer neue Lasten für die Vereine.“