Tierarztbesuch

Da an dem Tierarztbesuch leider kein Weg vorbei führt, und sei es nur für die notwendigen Impfungen, wollen wir in diesem Artikel ein paar Tricks und Tipps verraten, wie sich der Stress mit dem Hund vermeiden lässt.
Mit dem Tierarzt ist es wie mit dem Zahnarzt: Keiner geht gerne hin und jeder drückt sich vor einem Besuch bei ihm, wo er nur kann. Der Hundehalter denkt an den Stress mit seinem Hund und die anschließende Rechnung und auch unter den Hunden hat der Tierarzt denkbar wenig Freunde. Wie sich der Hundehalter vor hohen Tierarztkosten schützen kann, haben wir bereits in unserem Artikel „Tierarztkosten sind nicht unbegrenzt“ behandelt. Dem Hund sind die Kosten Wurst, er hat ganz andere Probleme mit dem Weißkittel. Erst muss er in einem engen Warteraum mit einer Unmenge an anderen Tieren, und noch viel mehr verschiedenen Gerüchen, warten, um dann auf einem eiskalten und glatten Tisch zur Untersuchung verdreht, gestreckt und abgetastet zu werden. Am Ende bekommt er zum krönenden Abschluss noch ein paar schmerzende Spritzen verpasst. Man muss kein Tierpsychologe sein, um zu verstehen, dass ein Hund den Tierarzt aus diesem Grund allenfalls klein geschnitten in seinem Fressnapf akzeptieren würde und seine Antipathie beim Tierarztbesuch entsprechend deutlich zum Ausdruck bringt. Aus dieser kurzen Darstellung ist bereits zu erkennen, dass die Problematik nicht in dem weißen Kittel ihren Ursprung hat, sondern in den Negativerfahrungen. Um dem vorzubeugen, empfiehlt es sich, den Tierarzt einige Male aufzusuchen, ohne dass eine „Folterung“ stattfindet. Ideal ist dabei eine Zeit, zu der noch keine anderen Patienten da sind, bzw. zu der bereits der letzte Patient gegangen ist. So gewöhnt sich der Hund an die vielen verschiedenen Gerüche beim Tierarzt, ohne dabei noch zusätzlich mit einem halben Zoo konfrontiert zu werden. Auf dem Behandlungstisch wird er nun ein wenig gestreichelt und mit Leckerlis belohnt. So verbindet der Hund mit dem Tierarztbesuch etwas positives und wird bei weiteren, „harmlosen“ Besuchen, beispielsweise zum Krallen schneiden, bedeutend gelassener sein. Wird dann wirklich einmal eine Untersuchung oder Impfung fällig, so ist zumindest der Hund ruhig und gelassen.