Sind alle Welpen Zerstörer?

Was kann man dagegen tun?

 Wer einmal Welpen hatte, der kann ein Lied davon singen. Nichts scheint vor diesen Rackern sicher zu sein, doch warum sind sie so zerstörerisch? Welpen bekommen nach etwa einem halben Jahr neue Zähne. Dabei haben sie das ständige Verlangen, etwas zu zerkauen. Spezielle Kauknochen, die es im Heimtierzubehör gibt, sollen dabei helfen, den Kautrieb des Welpen in kontrollierte Bahnen zu lenken. Das funktioniert allerdings nur bedingt, denn selbst diese Kauknochen verhindern nicht, dass sich der Welpe auch an anderen Objekten vergreift. Damit die Wohnung bewohnbar bleibt, ist eine rechtzeitige Erziehung genauso wichtig, wie die Beschäftigung des Welpen, denn vieles, was er zerstört, geschieht schlicht weg aus Übermut und Langeweile. Gerade in den ersten zwölf Monaten, bei großen Hunderassen bis zu 24 Monate, ist der Welpe bzw. Junghund extrem lebhaft und neugierig. Er will alles wissen. Er will wissen, wie weit er gehen darf, wie eine Couch von innen aussieht und wie lange man braucht, um die Stereoboxen vollständig zu zerlegen. In dieser Zeit ist eine konsequente Hundeerziehung und viel Bewegung angesagt. Drei Mal am Tag eine Runde Gassigehen ist dabei nicht ausreichend. Der junge Hund muss sich mehrfach am Tag richtig auspowern können. Trimm-Dich-Pfade sind eine hervorragende Einrichtung, bei der sich Hund und Halter ausreichend Bewegung verschaffen können. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Hund kann sich richtig müde rennen und auch man selbst profitiert von dem Fitnesstraining, bei dem ganz nebenbei auch so manches Speckpölsterchen auf der Strecke bleibt. Um bei der Erziehung keine Fehler zu machen und den Hund bestmöglich zu sozialisieren, ist der Besuch einer guten Welpenspielgruppe sehr zu empfehlen. (Lesen Sie hierzu unseren Beitrag „Gute Welpenspielgruppen“). So halten Sie die Verluste in Grenzen und die Freude am Hund behält die Oberhand.