Schluss mit dem Scheiß

Mit der DNA dem Herrchen auf der Spur

Schluss mit dem Scheiß

Schon lange gehört es zur Verpflichtung der Hundebesitzer, die Hinterlassenschaften ihres Hundes zu beseitigen. Nicht jeder Hundebesitzer hält sich allerdings an diese Regel und insbesondere dann, wenn es niemand gesehen hat, bleibt der Hundehaufen auch schon einmal liegen. Das soll in dem Londoner Stadtteil Barking and Dagenham aufhören. Die Bezirksverwaltung plant für 2016 ein Pilotprojekt nach US-amerikanischem Vorbild. Dabei soll von dem Hundekot eine DNA-Analyse gemacht und so der Hund und dessen Halter ermittelt werden. Wer auf diese Weise überführt wird, soll künftig ein Bußgeld von 80 Pfund, umgerechnet etwa 110 Euro bezahlen. Vergleichbare Projekte in den USA hätten den Hundekot um 90% reduziert. Dies funktioniert natürlich nur, wenn die Hunde registriert sind und deren DNA in einer Datenbank wie PooPrints gespeichert ist. Wenn nicht, dann war außer Spesen nichts gewesen. Ob sich die Kosten im Vergleich zum Nutzen rechtfertigen lassen, bleibt abzuwarten. Neapel zeigt schon heute Interesse an dem Projekt und plant ein ähnliches Verfahren. Es wäre schön, wenn gegen Giftköderleger mit ähnlichem Engagement und gleicher Intensität vorgegangen würde. Leider ist aber wohl das Bußgeld gegen Omi, die wegen ihres Ischias einmal einen Haufen hat liegen lassen, wesentlich wichtiger, als das Vorgehen gegen vorsätzliche Tierquälerei.