Schleswig Holstein schafft Rasseliste ab

Haltung gefährlicher Hunde

Schleswig Holstein schafft Rasseliste ab

Ab dem 1. Januar 2016 soll die Rasseliste in Schleswig-Holstein endgültig dahin kommen, wo sie hingehört: In den Reißwolf. Ab dann gilt ein Hund als gefährlich, wenn er einen Menschen oder ein anderes Tier beißt oder bedroht. Die Rasse spielt dabei dann keine Rolle mehr. Gleichzeitig werden Chip und der Abschluss einer Tierhalterhaftpflicht für alle Hundehalter zur Pflicht, sobald der Hund älter als drei Monate ist.

Haltung gefährlicher Hunde

Bedroht oder beißt ein Hund einen Menschen oder ein anderes Tier, so muss der Halter einen Hundeführerschein machen, den Hund in der Öffentlichkeit mit Maulkorb an der Leine führen und bei der Hundesteuer tiefer in die Tasche greifen. Sollte der Halter die Prüfung nicht bestehen, so muss er den Hund abgeben. Gleiches gilt, wenn er aufgrund von Vorstrafen zur Haltung gefährlicher Hunde nicht berechtigt ist.

Hundeführerschein für jeden

Die FDP forderte einst die Führerschein-Pflicht für alle Hundehalter, was jedoch verworfen wurde. Stattdessen soll für Halter, die den Führerschein freiwillig machen, die Hundesteuer ermäßigt werden.

Hunde auf Bewährung

Ein Hund, dessen Rasse auf der Rasseliste steht, gilt automatisch als gefährlich. Das wird nun anders. Hunde, die zwar als gefährlich eingestuft wurden, sich aber zwei Jahre friedlich verhalten haben, können durch Absolvierung eines Wesenstests resozialisiert werden. Maulkorbpflicht und Steuererhöhung fallen wieder weg.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in unserer E-Paper Ausgabe 2/2015 ab Juli 2015