Rottweiler Zeus im sächsischen Dänemark

Todesurteil für Rottweiler Zeus nach bestandenem Wesenstest

Rottweiler Zeus im Sächsischen Dänemark

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Behördenwillkür im sächsischen Dänemark gegen Rottweiler Zeus

Der Fall von Rottweiler Zeus ist so unglaublich, dass jeder normal denkende Mensch davon ausgeht, dass es sich hier um eine erfundene Horrorstory handeln muss. Leider ist dem nicht so, denn dieser Fall ist real und noch nicht einmal ein „Einzelfall“. Es muss wohl an der Endung „-sachsen“ liegen, denn einen ähnlichen Fall gab es bereits in Niedersachsen. Sowohl damals in Niedersachsen, als auch aktuell in Sachsen setzen sich die Behörden über sämtliche Gesetze, Vorschriften und Gutachten hinweg und setzen nachweislich rechtswidrige Willkürentscheidungen durch. Der aktuelle Fall wird jetzt vor dem Oberverwaltungsgericht verhandelt und es bleibt abzuwarten, ob das Gericht dem rechtswidrigen Irrsinn ein Ende setzt, oder ob es die Behördenwillkür billigt. Letzteres wäre nicht nur das endgültige Todesurteil für Rottweiler Zeus, sondern auch das Todesurteil für einen Rechtsstaat. Sollte das Oberverwaltungsgericht die behördliche Willkür, die gegen zahlreiche Gesetze verstößt billigen, so kann dies der Anfang vom Ende sein. In diesem Fall könnten sich die Behörden künftig über sämtliche Gesetze hinwegsetzen und der deutschen Bevölkerung wird letztlich nur der gleiche Weg übrig bleiben, den die Engländer bereits gegangen sind: Raus aus der EU.

Was war passiert, im sächsischen Dänemark?

Der ausschlaggebende Vorfall ereignete sich bereits vor zwei Jahren. Anfang 2018 ging die Halterin mit Rottweiler Zeus spazieren. Obgleich der Waldboden zum Teil vereist war, führte sie den Rottweiler Zeus an einer Schleppleine. Als sie auf dem glatten Waldboden ausrutschte, entglitt ihr ein Teil der Schleppleine. Zeus sprang daraufhin einen älteren Mann von hinten an, der alsdann stürzte. Altersbedingt war er nicht in der Lage, den Sturz nach vorne abzufangen, und stürzte aufs Gesicht und zog sich so schwere Verletzungen zu. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Hund den Passanten nur angesprungen, aber sonst in keiner Weise angegriffen oder gebissen hat. Es gibt also von dem eigentlichen Vorfall her keinen Hinweis darauf, dass es sich um einen gefährlichen Hund handeln könnte. Fakt ist aber auch, dass der Geschädigte schwere Verletzungen und Schmerzen erlitten hat. Der Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung ist somit zweifelsfrei gegeben. Einen Hund, dazu noch einen so großen und kräftigen Rottweiler an der Schleppleine zu führen, wenn ein sicherer Stand nicht gewährleistet ist, muss obendrein als grob fahrlässig bezeichnet werden. Eine Anklage wegen grob fahrlässiger Körperverletzung wäre somit durchaus gerechtfertigt. Durch nichts, aber auch gar nichts, ist das zu rechtfertigen, was danach geschah.

Der Wahnsinn beginnt

Der Sohn des Geschädigten meldete den Vorfall den Behörden, und noch ehe eine Anhörung der Halter stattfand, kam ein unangemeldeter Kontrollbesuch, um den Hund einzuschätzen. Hierbei wurde der Rottweiler Zeus als sehr folgsam eingeschätzt, da er alle Kommandos unmittelbar ausführte. Auch an diesem Punkt ist anzumerken, dass die Schuld an dem Vorfall zu mindestens 95 % bei der Halterin liegt. Selbst die Verkettung von unglücklichen Umständen (auf dem Waldboden ausgerutscht, dabei die Leine ein Stück weit losgelassen und der Hund, der nun den Passanten erspäht hatte und anspringen wollte) hätte vermutlich nicht zwangsläufig zu dem tragischen Unfall führen müssen. Bei einem so folgsamen Hund liegt die Vermutung nahe, dass dieser durch ein sofortiges Kommando „Stopp!“ oder „Hier!“ den Spurt abgebrochen hätte, noch ehe er den Passanten zu Fall hätte bringen können. So wie der Fall von der Rechtsanwaltskanzlei Chiappa & Hauser dargelegt wird, hätte der Unfall trotz des grob fahrlässigen Verhaltens der Halterin am Ende durch ein entsprechendes Kommando noch verhindert werden können. So gesehen trifft den Hund fast gar keine Schuld, während die Halterin fast gar keinen Fehler ausgelassen hat.

Das Tierschutzgesetz gilt für Bürger, nicht für Behörden

Doch warum die Kaffeetasse beiseitestellen, und sich mit dem Fall auseinandersetzen, wenn es doch so einfach gelagert ist. Rottweiler bedeutet schuldig und die Wahrheit interessiert niemanden. So war es einst in Niedersachsen und so soll es nun auch in Sachsen praktiziert werden. Vereinzelte Mitarbeiter hatten bereits in Vorfeld abgestimmt, dass der Rottweiler Zeus als gefährlich eingestuft und damit in letzter Instanz getötet werden sollte. Von diesem Vorhaben wollten sie sich auch durch eine fachliche Einschätzung nicht mehr abbringen lassen. Der Sachgebietsleiter hatte dies bereits mit dem Amtsveterinär abgesprochen. Dass der Amtsveterinär den Hund zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal gesehen, geschweige denn begutachtet hatte, ist ebenfalls lediglich eine Wiederholung dessen, was einst in Niedersachsen lief. Bei einem späteren Vor-Ort-Termin wurden die Halter von der Behörde in Anwesenheit des Amtsveterinärs vor die Wahl gestellt, den Hund freiwillig einschläfern zu lassen, oder die Behörde würde eine entsprechende Verfügung erstellen und dies zwangsweise durchführen. Spätestens hier hätte der Amtsveterinär auf die im Tierschutzgesetz festgelegten Voraussetzungen für eine Zwangseuthanasie hinweisen müssen. Tat er aber nicht. Eine fast perfekte Kopie des Falls aus dem Landkreis Schaumburg.

Anarchie in Sachsen

Die Halter weigerten sich, Zeus einschläfern zu lassen und es erfolgte, wie angekündigt, eine Verfügung, nach der der Hund einzuschläfern sei. Es wurde ebenfalls bescheinigt, dass der Hund so gefährlich sei, dass er auch nicht an Personen weitergegeben werden darf, die sich auf Problemhunde spezialisiert haben. Die Hundehalter stellten Zeus daraufhin einer Problemhundetrainerin vor, die jedoch zu dem Ergebnis kam, dass es sich bei besagtem Hund keinesfalls um einen Problemhund handeln würde. Drei weitere, anerkannte und von einander unabhängige Sachverständige bestätigten ebenfalls einstimmig, dass von dem Hund keine gesteigerte Gefahr ausgehen und eine Euthanasie eklatant gegen das Tierschutzgesetz verstoßen würde. Doch wen interessiert das Tierschutzgesetz? Die Behörden und den Amtsveterinär ganz offensichtlich nicht. Sie hielten an der Tötungsanordnung fest. Mit Zeus wurde nun ein anerkannter Wesenstest durchgeführt, den der Hund ebenfalls mit Bravour und ohne Beanstandungen bestand. Die Behörden interessiert es nicht. Sie halten an ihrer Entscheidung, die nachweislich rechtswidrig ist und von Verfahrensfehlern nur so strotzt, weiter fest. Nun liegt es an dem Oberverwaltungsgericht, ob dem Irrsinn ein Ende gesetzt, oder ob der erste Schritt zur Anarchie gerichtlich geebnet wird.

Stoppt den Wahnsinn!

Die Rechtsanwaltskanzlei Chiappa & Hauser hat eine Petition für Zeus gestartet, die schon nach wenigen Stunden 10.000e von Unterschriften erhielt. Wenn auch Sie glauben, dass mit diesem Fall unser Rechtsstaat vor die Hunde geht, so teilen Sie Ihre Bedenken dem sächsischen Staatsministerium des Innern mit. Die E-Mail-Adresse lautet: info@smi.sachsen.de

1 Kommentar

  1. Das ist ja schon eine Frechheit … Was hat Dänemark mit Sachsen zu tun???? Ein sächsischen Dänemark existiert nicht!! Was für eine Hohlbirne hat hier wieder Texte geschrieben??

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