PTBS-Assistenzhund

Auf sechs Beinen fest im Leben

PTBS-Assistenzhund

Hilfe auf eigene KostenMit dem PTBS-Assistenzhund stehen Betroffenen wieder fest im Leben. Was auf zwei Beinen ausgeschlossen ist, ermöglichen die assistierenden vier Pfoten.

Hilfe auf eigene Kosten

Der PTBS-Assistenzhund ist, wie der Name schon sagt, kein Therapiehund, sondern ein echter Assistenzhund, der eine lange Ausbildung von etwa 18 bis 24 Monaten durchläuft. Wie alle Assistenzhunde, mit Ausnahme des Blindenführhundes; ist auch der PTBS-Assistenzhund nicht als „Hilfsmittel“ anerkannt und wird somit von den Krankenkassen nicht finanziert.

Ausbildung

1998 begannen in den USA Betroffene mit der Ausbildung von PTBS-Assistenzhunden zunächst in Selbstausbildung. 2008 wurden von dem Deutschen Assistenzhunde Zentrum die ersten PTBS-Assistenzhunde in Europa ausgebildet. Inzwischen sind es viele Organisationen, die PTBS-Assistenzhunde ausbilden. Zur Ausbildung gibt es die Möglichkeiten der Selbstausbildung, der Fremdausbildung und der Dualausbildung. Die Selbstausbildung ist dabei nicht nur die preiswerteste Methode, sondern auch die Ausbildungsweise, bei der eine größtmögliche soziale Bindung zwischen Hund und Halter entsteht. Die Preise für einen fertig ausgebildeten PTBS-Assistenzhund, die bei bis zu 18.000 € und teilweise noch darüber liegen, lassen sich mit entsprechender Eigenleistung bei der Ausbildung drastisch reduzieren.

Der PTBS-Assistenzhund in AktionDer PTBS-Assistenzhund in Aktion

Viele PTBS-Betroffene haben aus Angst seit Monaten ihre Wohnung nicht verlassen. Es sind Betroffene, die leider keinen PTBS-Assistenzhund haben, denn ein solcher Hund hilft den Betroffenen, ihre Angst zu überwinden und gibt ihnen draußen das Gefühl der Sicherheit. Er hält andere Personen auf Abstand. Bei einem plötzlich auftretenden, beklemmenden Gefühl, beispielsweise in einer Menschenmenge, oder im Supermarkt, führt der Hund seine(n) Halter(in) sicher hinaus und an einen ruhigeren Ort. Panikattacken wie beispielsweise Flashbacks kann der Hund unterbrechen und anschließend mit Trost beiseite stehen. Bei Albträumen schaltet der Hund das Licht ein und sorgt so für Beruhigung.

Die Kommandos gibt der Hund

Während beispielsweise der Behindertenbegleithund gewisse Handlungen auf Kommando vornimmt, wie das Aufheben einer Brille, oder das Befüllen der Waschmaschine, gibt der PTBS-Assistenzhund, wenn es notwendig ist, seinem Herrchen/Frauchen die Kommandos. So erinnert er an die Einnahme von Medikamenten, warnt vor einem Flashback und fordert zur, in der Psychotherapie erlernten Taktik auf.

In der Öffentlichkeit trägt der PTBS-Assistenzhund stets seine „Arbeitsweste“ mit der Aufschrift Assistenzhund. Somit ist für niemanden ersichtlich, um welche Art von Assistenzhund (mit Ausnahme des Blindenführhundes, den man am weißen Führgeschirr erkennen würde) es sich handelt. Erkennbar ist nur, dass es ein Assistenzhund ist und, dem zufolge, sein Herrchen/Frauchen an irgendeiner Erkrankung leidet.

Den ausführlichen Artikel, inklusive des Erfahrungsberichtes einer Betroffenen, lesen Sie in unserem E-Paper.