Polizeihunde

Einen Hund wie Kommissar Rex gibt es leider nur im Fernsehen, doch auch das Leben von echten Polizeihunden kann recht spannend sein. Im Gegensatz zu dem Fernsehstar haben Polizeihunde abgegrenzte Einsatzgebiete, für die sie nach ihrer Grundausbildung zum Schutzhund.speziell fortgebildet werden. Zu diesen Spezialausbildungen gehören die Konditionierungen zum

  • Rauschgiftspürhund
  • Sprengstoffspürhund
  • Leichenspürhund
  • Geldscheinspürhund
  • Personenspürhund

Dank seiner feinen Nase ist der Polizeihund ein unverzichtbarer Kollege des Polizisten geworden. So erklärt es sich, dass alleine bei der hessischen Polizei rund 280 Polizeihunde im Dienst sind. Auch in Niedersachsen sind es mit über 220 Diensthunden nicht viel weniger.
Bei der Polizei gilt gleiche Pflicht für alle und so muss nicht nur der Polizeihund eine spezielle Ausbildung absolvieren, sondern auch der Polizist. Nach seiner Ausbildung für den Polizeidienst und einigen Jahren Berufserfahrung muss der Polizist nach einem vorherigen Auswahlverfahren noch eine Ausbildung zum Polizeihundeführer durchlaufen, bevor er einen vierbeinigen Kollegen Polizeihunde Hessen Ausbildung verkleinertbekommt. Die Ausbildung des Polizeihundes erfolgt, wie auch beim Rettungshund, gemeinsam mit seinem Hundeführer, mit dem er ein untrennbares Team bildet. Der fertig ausgebildete Polizeihund lebt bei seinem Hundeführer fast ausnahmslos in der Familie und tritt seinen Dienst sowohl von der Dienststelle als auch auf direktem Weg von zu Hause zum Einsatzort aus an. Damit die einwandfreie Zuverlässigkeit gewährleistet bleibt, muss der Polizeihund seine Diensttauglichkeit einmal jährlich bei einer Prüfung unter Beweis stellen.

Theoretisch sind alle Gebrauchshunderassen für die Spezialausbildungen als Polizeihund geeignet, doch sind die Polizeihunde fast alle auch als Schutzhunde ausgebildet, wozu nur große und zuverlässige Rassen mit besonderen Wesenseigenschaften geeignet sind. Zu diesen Eigenschaften gehört in erster Linie ein starkes Selbstbewusstsein, ein neutrales Wesen und Schussgleichgültigkeit. Der oft gebrauchte Begriff „Schussfest“ ist falsch, denn ein Hund wäre allenfalls dann „Schussfest“, wenn er eine kugelsichere Weste tragen würde. Bevor ein Hund mit diesen Merkmalen gekauft und ausgebildet wird, muss er noch einen Gesundheitscheck beim Tierarzt bestehen. Erst dann kann seine Karriere als Polizeihund beginnen.
Bei der bayrischen Polizei sind aus diesen Gründen fast ausschließlich Deutsche Schäferhunde und Belgische Schäferhunde im Dienst. Die hessische Polizei arbeitet derzeit noch mit Hunden der Rassen Dobermann, Boxer, Riesenschnautzer, Hoverwart, Bouvier und Airedaleterrier, geht allerdings auch zu der ausschließlichen Verwendung der Allrounder Deutscher und Belgischer Schäferhunde über. Bei der Polizei in Niedersachsen sind des weiteren noch Hannoversche Schweißhunde und Bloodhound im Einsatz.

Die Emanzipation der Hündin hat bei der Polizei längst stattgefunden. Weder bei der Ausbildung noch im Einsatz wird ein Unterschied zwischen Rüde und Hündin gemacht.

Die Teilnahme von Privatpersonen mit ihren Vierbeinern am Polizeihundetraining ist aus organisatorischen und Sicherheitsgründen nicht möglich. Wie Sie aber Ihrem Hund „private Polizeiarbeit“, beispielsweise das Suchen und Bringen von vermissten Hausschuhen beibringen können, lesen Sie in unserem ausführlichen Bericht über das spannende Leben von Polizeihunden in unserem E-Paper Dog Aktuell – Das Hundemagazin Ausgabe 1/2014.

Dog Aktuell bedankt sich für die Informationen und Bilder zu diesem Artikel bei der Polizei Niedersachsen, der Polizei Hessen und dem Leiter der Polizeiakademie Hessen.