Pitbulls Eliminieren Töten & Ausrotten

Wenn Tierschutz seinen Sinn verfehlt

Pitbulls Eliminieren, Töten und Ausrotten

Immer wieder hört man Bemerkungen wie „warum werden solche Hunde nicht verboten?“, „solche Hunde gehören verboten“, oder „solche Hunde braucht kein Mensch“. Dabei handelt es sich stets um Personen, die sich mit den Rassen von Pitbull/American Staffordshire Terriern, Bullterriern, Staffordshire Bullterriern & Co nicht auseinandergesetzt haben, nicht im Geringsten wissen, von was sie reden und lediglich Halbwahrheiten bzw. Märchen aus der Boulevardpresse nachplappern.

PETA = Pitbulls Eliminieren, Töten und Ausrotten?

Bei den vorgenannten Worten Pitbulls eliminieren, töten und ausrotten müssten normalerweise alle Tierschutzorganisationen Amok laufen. Es ist die Aufgabe von Tierschutzvereinen, bedrohte Arten zu schützen und für ihren Erhalt zu kämpfen. Ausgerechnet Deutschlands größte Tierschutzorganisation scheint dies vergessen zu haben und gegen den Tierschutz zu arbeiten. Die Rede ist von PETA e. V., dessen Abkürzung eine neue, traurige Bedeutung zu bekommen scheint. Aus „gemeinnützig“ wird damit wohl eher gemein und unnützig. Zu diesem Zweck schloss sich PETA, wie The Huffington Post berichtete, mit der Anti-Pitbull-Koalition zusammen, die ein generelles Pitbullverbot in den USA bewirken will. Ob von PETA gewollt oder gebilligt oder nicht, es würde zum Einschläfern unzähliger Hunde führen. Dabei ist Pitbull nur als Oberbegriff zu verstehen, da diese Organisation damit all diejenigen Terrier und Mischlinge bezeichnet, die ein kurzes Fell und einen kastenartigen Kopf haben. Da die USA inzwischen zu der Einsicht gekommen sind, dass die Gefahr eines Hundes nicht von seiner Rasse abhängig ist und deshalb auch die Rasselisten mehr und mehr wieder abschafft werden, kam der fragwürdigen Koalition die Zusammenarbeit mit PETA gerade recht.

PETA in Argumentationsnot

Mit dieser Aktion war PETA wieder in aller Munde, allerdings im negativen Sinn, denn so gut wie jeder dieser Münder reagierte darauf mit Ausspucken. PETA war im Zugzwang. Doch anstatt sich mit der Presse zu verbünden, die ja bekannt dafür ist, dass sie jede Wahrheit ins Gegenteil zu verdrehen versteht, nahm PETA im Januar 2013 selbst Stellung. In dieser Stellungnahme bestritt PETA jegliche Enteignungsabsichten, und dass sie keinen sogenannten Kampfhund aus einem schönen Zuhause herausreißen wolle. Da jedoch auch in Deutschland nach wie vor illegale Hundekämpfe durchgeführt werden, will diese Organisation ein Zuchtverbot und eine Kastrationspflicht erwirken, um diese Hunde „zu schützen“. Die Idee, eine Art zu schützen, indem man sie ausrottet, ist schon recht seltsam, um das Wort idiotisch zu vermeiden, sich aber einzubilden, dass die Betreiber von illegalen Hundekämpfen davon beeindruckt wären und sich an das Zuchtverbot halten, kann nur als naiv bezeichnet werden.

Bessere Vermittlungschancen für Tierheimhunde

In der gleichen Stellungnahme befürwortet PETA auch ein Zuchtverbot für andere Hunderasse, da die Tierheime überfüllt seien und die Chancen der Tiere auf Vermittlung durch die Züchtung neuer Tiere erschwert würden. In der Stellungnahme heißt es wörtlich: Es sollen aber keine neuen Hunde mehr gezüchtet werden – und schon gar nicht diejenigen Tiere, die verstärkt potentiellem Missbrauch ausgesetzt sind. (Wegen der wörtlichen Wiedergabe wurde auch der Rechtschreibfehler übernommen). Im Prinzip eine lobenswerte Idee, nur wenn alle Tiere aus den Tierheimen vermittelt bzw. an Altersschwäche verstorben sind, erfordert es schon sehr talentierte Tierärzte, die die Zucht mit alten, kastrierten Tieren wieder aufnehmen. Dafür winken aber sicherlich großzügige Dankesspenden von den ausländischen Tiervermehrern mit ihren illegalen Welpentransporten, für die sich dann eine Goldgrube auftun würde. Förderung von illegalen Hundevermehrern aus Gründen des Tierschutzes. Macht Sinn.

Letzter Rettungsversuch

Der Versuch, den Ruf als Tierschutzverein mit dieser Stellungnahme wieder herzustellen, scheint gänzlich in die Hose gegangen zu sein. Von Januar 2013 bis Ende Oktober 2015 wurde diese Stellungnahme stolze 0-mal geteilt. In Worten null! Zur Rechtfertigung werden nun gequälte und misshandelte Pitbull Terrier auf dem Vegan-Blog von PETA gepostet, um die irre Auffassung, dass Ausrottung etwas mit Tierschutz zu tun hat zu verteidigen. Doch so sehr Blut die Leser einer großen deutschen Tageszeitung auch beeinflussen mag, bei PETA versagte auch dieser Versuch und es hagelt weiter Kritik. Wenn nichts mehr hilft, dann bleibt nur noch Trittbrettfahren. Es ist zwar erwiesen, dass sich die menschliche und tierische Verdauung seit der Steinzeit nur um etwa drei Prozent an die „modernen“ Umstände angeglichen hat, dennoch ist es derzeit „In“, sich vegan zu ernähren. So stopft sich nicht nur der Mensch, dessen Organismus auf Fleisch und Pflanzenkost ausgelegt ist und tierische Proteine benötigt, mit Salat und Soja voll, sondern beginnt auch noch seinen Hund auf diesen Trip mitzunehmen. Statt sich gegen Massentierhaltung und lange Viehtransportwege aufzulehnen, springt PETA lieber auf den Erfolg versprechenden Veganerzug auf. Damit wäre ja das Fleischthema automatisch erledigt und man schwimmt auf der modernen Sympathiewelle. Was ist noch erfolgreich? Richtig, der Playboy ist erfolgreich. PETA macht auch hier mit und fordert Prominente, die gerade im Moment nicht mehr so gefragt sind, dazu auf sich für Vegan und kontra Pelz auszuziehen und nackt fotografieren zu lassen.

Die Kleinen machen es besser

PETA als größte deutsche Tierschutzorganisation hat den klaren Beweis angetreten, dass hinter großen Organisationen nicht unbedingt große Köpfe stecken müssen. Es ist an der Zeit, sich von den großen Tierschutzvereinigungen abzuwenden, die ihren Einfluss und ihre Macht gerne auch mal missbrauchen, und sich den kleineren Vereinen zuzuwenden, die mit Leib und Seele und vor allem mit viel Engagement und Herz echten Tierschutz betreiben.