Maulkörbe schützen

Verdammt, verteufelt und missverstanden

Verdammt, verteufelt und missverstanden

Die Pflicht, seinem Hund einen Maulkorb anlegen zu müssen, wird meist als Strafe, Degradierung oder Diskriminierung angesehen. Auch Passanten interpretieren den Maulkorb falsch und wechseln bei „so einem gefährlichen Hund“ lieber einmal die Straßenseite. Dabei schränkt ein korrekt sitzender Maulkorb den Hund in seinen Aktivitäten so gut wie nicht ein. Er kann schnüffeln, hecheln, mit anderen Hunden kommunizieren und Wasser aufnehmen. Nicht möglich ist es dem Maulkorb tragenden Hund, zu beißen oder Giftköder aufzunehmen. Alleine der Schutz vor Giftködern ist ein wesentliches Argument für den Maulkorb. Das Argument, dass der Hund nicht beißt und die Maulkorbpflicht daher überflüssig sei, wird spätestens bei einem Fall wie dem von Dr. Romeo widerlegt. Dr. Romeo soll einen Pudel gebissen haben und wurde, obwohl alle Beweise dagegen sprechen, daraufhin unwiderruflich als gefährlich eingestuft. Hätte er damals einen Maulkorb getragen, wäre auch für den dümmsten Sachbearbeiter klar gewesen, dass dieser Hund nicht der Schuldige gewesen sein kann.
Mehr über Maulkörbe in unserem E-Paper-Artikel „verdammt, verteufelt und missverstanden genauso wie bei der Aktion „Maulkorb drauf“ für mehr Akzeptanz und Toleranz