Kleinster Polizeihund (der Welt?)

Pekinesen-Mischling wird deutscher Polizeihund

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Kleinster Polizeihund der (Welt?)

Der Pekinesen-Mischling „Peng“ ist seit 1. 1. 2017 Polizeihund und offizieller Mitarbeiter im Polizeipräsidium Essen. Dort arbeitet er im Opferschutz.

Kleinster Polizeihund, aber erfolgreich

Wir kennen die Polizeihunde als große Hunde, wie Malinois, Rottweiler, Dobermann, Riesenschnauzer oder Deutscher Schäferhund. Als Schutzhunde brauchen die Polizeihunde nun einmal eine gewisse Größe und Masse. Doch nun kommt in Essen das krasse Gegenteil daher. Ein putziger Pekinesen-Mischling, der von den Kollegen scherzhaft als Kreuzung zwischen Wischmopp und Kaninchen bezeichnet wird, ist seit dem 1. Januar 2017 offizieller Diensthund bei der Polizei in Essen. Er arbeitet zusammen mit seinem Frauchen, Florence Butler, von der er auch geführt wird, im Opferschutz. Keine zwei Wochen im Dienst konnte der kleine Polizeihund schon die ersten beiden Erfolge auf sein Konto buchen.

Ausbildung

Auch wenn er noch so klein ist, aber ohne Ausbildung kommt kein Hund zur Polizei. Pekinesen zählen nun einmal definitiv nicht zu den Rassen, die für den Dienst als Polizeihund zugelassen sind und so brauchte Peng die Zustimmung des Innenministeriums und des Polizeipräsidenten. Nachdem diese Zustimmungen gegeben wurden, stellte sich Peng im vergangenen Jahr 2016 den Prüfungen, die vom Land Nordrhein Westfalen vorgegeben sind. Für Peng waren diese Prüfungen ein Klacks und wurde so der wohl kleinste Polizeihund Deutschlands und vielleicht sogar der Welt. Wie die großen Hundekollegen ist er offizieller Diensthund mit Vertrag und allen Rechten und Pflichten, wie sie auch die bekannten Polizeihunde haben.

Aufgaben

Im Opferschutz betreuen speziell ausgebildete Hauptkommissare die Opfer, die teilweise unter Schock stehen und/oder traumatisiert sind. Eine oftmals selbst für ausgebildet Fachkräfte ein schwieriges Unterfangen. Peng dient hier zunächst als Eisbrecher und zaubert jedem sofort ein Lächeln ins Gesicht. Damit ist die erste Türe geöffnet. Im nächsten Schritt lässt sich der ausgeglichene Hund von den Opfern streicheln, was zwangsläufig zu Stressabbau führt und Geschehenes, zumindest für den Moment, vergessen lässt. Ein Phänomen, welches durch die bloße Berührung des Hundefells ausgelöst wird und bereits an Flughäfen erfolgreich im Kampf gegen die Flugangst eingesetzt wurde. Dank Peng finden die Beamten nun leichter und schneller den Zugang zu den Opfern und können ihrer Aufgabe nachgehen.

Erste Erfolge im Einsatz

Bereits nach zwei Wochen im Dienst konnte Peng sein Können bei zwei Schülern unter Beweis stellen, die beide Opfer eines Verkehrsunfalls waren. In einem Fall musste er jedoch erst einmal an den Geschwistern und dem Vater vorbei kommen, was gar nicht so einfach war. Alle wollten den kleinen Peng streicheln. So einen kleinen Polizeihund hätten sie noch nie gesehen.

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