In München steht ein Hofbräuhaus doch Pitbull Terrier müssen raus

Skandal um Pitbull Rosi gab es in Dachau

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In München steht ein Hofbräuhaus doch Pitbull Terrier müssen raus

Bislang war der Skandal um Rosi nur ein Song, doch nun gab es einen Prozess um Pitbull Terrier Mischling Rosi. Skandal um Rosi in Dachau

Das hätte sich die Spider Murphy Gang auch nicht gedacht, dass es nach 37 Jahren wirklich einmal einen Skandal um Rosi geben wird. Diese Rosi hat zwar kein Telefon, dafür aber ein Aussehen, welches den Bayern nicht passt. Im Mai 2017 wurde Rosi von der Polizei „festgenommen“ und in ein Tierheim gebracht. Grund: Rosi sieht wie ein Pitbull Terrier aus und die Haltung von Pitbull Terriern ist in Bayern für Privatpersonen verboten. Ein Gutachter stellte überwiegende Merkmale von American Staffordshire Terrier und Pitbull Terrier fest, woraufhin dem Halter ein Haltungsverbot ausgesprochen wurde. Angeblich wurde Rosi nach Österreich vermittelt, doch bereits ein halbes Jahr später, im September 2017, wurde Rosi erneut in München und Dachau gesehen. Nachbarn verpfiffen Rosi und der Pitbull-Mischling kam erneut hinter Gitter.

Prozess um Pitbull Rosi

Der Skandal um Rosi beschäftigte nun das Verwaltungsgericht München. Richter Johann Haider hatte wohl zunächst wenig Verständnis dafür, dass der Halter das Gesetz umgehen wollte und sagte im Verfahren: „Da hat sich wohl jemand gedacht: Die tricksen wir aus. Aber so geht das nicht“. Der Verteidiger hielt dagegen, dass es mit Rosi nie einen Zwischenfall gegeben hätte und auch ein Gutachter bestätigt habe, dass Rosi nicht aggressiv sei. Weiterhin warf er ein, dass es in ganz Deutschland nirgendwo so strenge Regelungen gäbe, wie in Bayern. Der Halter bestreitet des Weiteren nach wie vor, dass es sich um eine Mischung von Pitbull und American Staffordshire Terrier handele. Das Gutachten, nachdem es sich bei Rosi um einen Mischling von American Staffordshire Terrier und Pitbull Terrier handelt, und Gesetzeslage in Bayern lassen eigentlich nicht viel Spielraum. Wenn jedoch ein Richter am Ende ein Urteil „Im Namen des Volkes“ verkünden soll, darf er den gesunden Menschenverstand nicht völlig ausblenden. Eine böse Zwickmühle für den Richter, doch Richter Johann Haider fand einen Ausweg. Er schlug folgenden Vergleich vor:

Rosi darf das Tierheim vorübergehend verlassen. Das bedeutet im Klartext, dass der Halter seinen Hund vorläufig zurückerhält und ihn auch halten darf. Dabei hat Rosi einen Maulkorb zu tragen und ist an einer kurzen Leine zu führen. Im Gegenzug hat der Halter mit einem aktuellen Gutachten zu belegen, dass von Rosi keine Gefahr ausgeht und es sich um keine Mischung aus Hunden der Kategorie 1 handelt. Zu weitergehenden Kompromissen bindet das Gesetz dem Richter die Hände.