Husky

Unterschieden wird zwischen dem sehr unterschiedlich großen und schweren Alaskan Husky und dem von der FCI als Rasse anerkannten Siberian Husky.

Alaskan Husky

Alaskan HuskyUm einen optimalen Schlittenhund zu erhalten, wurden in Alaska Polarhunde wie beispielsweise die Siberian Huskies in die einheimischen, wolfsähnlichen Hunde eingekreuzt. Das Aussehen spielte damals wie heute nur eine untergeordnete Rolle. Das Zuchtziel liegt vielmehr in gesunden und ausdauernden Gebrauchshunden.
Der 50 bis 60 cm große Alaskan Husky wiegt je nach Zuchtlinie zwischen 17 und 50 Kg. Da sich der Schwerpunkt immer mehr auf Rennen verlagerte, kreuzte man noch Jagd- und Windhunde mit ein. Hierdurch wurden die Alaskan Huskies nicht nur im Rudel verträglicher, sondern auch dem Menschen gegenüber. Er wird deshalb auch gerne als Familien oder Begleithund gehalten. Nicht vergessen darf bei dieser Verwendung jedoch der enorme Laufwille dieser Hunde, dem unbedingt entsprochen werden muss.
Bei Schlittenhunderennen hält der trainierte Alaskan Husky eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 32 Km/h über eine Distanz von 50 Kilometern und selbst bei Strecken zwischen 80 und 100 Km ist er mit 25 bis 27 Km/h im Schnitt nicht viel langsamer. Dabei ist er in der Lage, bei Langstreckenrennen wie beispielsweise dem Iditarod-Rennen 240 Km am Tag zurückzulegen. Eine Leistung, die er an mehr als 10 aufeinanderfolgenden Tagen erbringen kann. Bei den arktischen Rennen kommt dem Alaskan Husky nicht nur sein dichtes Fell, sondern auch seine relativ kleinen und extrem harten und zähen Pfoten zugute. Ein ähnlicher Hund, der Europäische Schlittenhund, wird inzwischen auch auf unserem Kontinent gezüchtet.

Siberian Husky

Siberian-HuskyIm Gegensatz zum Alaskan Husky ist der Siberian Husky von der FCI als Hunderasse anerkannt. Die Vorfahren dieser Schlittenhunde stammen aus dem nördlichen Teil Sibiriens. Populär wurden diese Hunde, als der sibirische Pelzhändler William Goosak 1909 mit diesen Hunden am All-alaska-sweepstakes teilnahm. Zunächst wurde er mit seinen kleinen, zierlichen Hunden belächelt, doch als er bei dem 408 Meilen (ca. 657 Km) langen Rennen den dritten Platz belegte, wurde mehr gestaunt als gelächelt. Im darauf folgenden Jahr belegte John Johnson, auch „Iron Man“ genannt, den ersten Platz bei diesem Rennen mit eben jenen Hunden. Die anderen Hundegespanne dieser Art belegten die Plätze zwei und vier. Dies war wohl der Anlass für den norwegischen Musher Leonard Seppala die Siberian Huskies in Alaska zu züchten. Maßgeblich beteiligt war an dieser Zucht auch Seppalas Leithund Togo.

Der Siberian Husky wird bis zu 60 cm (Hündinnen bis zu 56 cm) groß und wiegen bis zu 28 Kg. Hündinnen sind mit bis zu 23 Kg etwa 5 Kg leichter. Der Körperbau sollte rechteckig und in Höhe und Länge gut proportioniert sein. Bewertet wird in erster Linie in Bezug auf die Eignung zur Zugarbeit. Die reinweiße bzw. nur leicht gefärbte Unterwolle wechselt der Siberian Husky etwa ein bis zwei Mal pro Jahr. Das Deckhaar kann alle Farben haben. In der Regel ist die Färbung auf dem Rücken am stärksten und schwächt sich über die Seiten mehr und mehr ab, sodass Bauch und Brust meist reinweiß sind. Ein geschecktes Fell (Pinto) kommt bei diesen Hunden eher selten vor. Die Augen sind blau, braun oder Bernsteinfarben. Auch ein blaues und ein braunes Auge sind möglich. Die Sichelrute hat besonders steifes Stockhaar und keine, bzw. so gut wie keine Unterwolle. Sie darf keinesfalls über dem Rücken getragen werden. Wenn sich der Husky zusammenrollt, kann er die Nase unter die Rute stecken. Sie dient ihm dann zur Filterung und Vorwärmung der Atemluft. Dadurch ist der Hund in der Lage, selbst völlig eingeschneit eine Nacht überstehen zu können. Huskywelpen wurden seit je her mit den eigenen Kindern in der Familie aufgezogen, wodurch sich ihr besonders kinder- und familienfreundlicher Character entwickelt hat. Huskies arbeiten mit wechselnden Mushern, wodurch sie Fremden gegenüber nicht besonders skeptisch sind. Sie sind daher als Wachhunde nicht geeignet. Die intelligenten und leicht dirigierbaren Huskies finden ihre Aufgabe vielmehr als Begleit- und Arbeitshunde.