Hundehasser von Rath aus dem Verkehr gezogen

Hundehasser von Rath aus dem Verkehr gezogen

Der Hundehasser von Rath, der nach Hunden trat, die Besitzer von Hunden grundlos ohrfeigte und sogar einen Rentner mit dessen eigenem Gehstock verprügelte, ist nun endlich gefasst. Der 27 jährige Jakub K. wurde nun vom Landgericht Düsseldorf zu 3 ½ Jahren Haft verurteilt.
Im ersten Moment scheint die Gerechtigkeit gesiegt zu haben doch bei näherer Betrachtung kommen Zweifel auf. Wer Hunde hasst, der kann nicht normal sein. Das dachte wohl auch das Gericht und folgte damit dem Antrag eines Gutachters. Der Gutachter bescheinigte dem Angeklagten schwere psychische Schäden, die auf den 14 Jahre langen Konsum von Drogen zurückzuführen sei. So wird der Angeklagte vor seinem Haftantritt zunächst einmal in eine Erziehungsanstalt eingewiesen. Was danach passieren wird, bleibt abzuwarten.
Die Haftstrafe ist jedenfalls eher mit der Körperverletzung zu erklären, als mit dem tätlichen Angriff auf die Hunde. Betrachtet man sich die Urteile der Vergangenheit, so muss man sich über diese Haftstrafe schon sehr wundern, während sich die Justiz nicht wundern darf, wenn Hundefreunde gegen Hundehasser anfangen Selbstjustiz zu üben. Schuld an der steigenden Bereitschaft zur Selbstjustiz ist diesmal ausnahmsweise nicht der Gesetzgeber, der für Tierquälerei eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren zulässt, sondern die Justiz selbst, die mit diesem Mittel äußerst sparsam umgeht. Hier nur zwei Beispiele der vergangenen Jahre:
November 2009

In Murnau wurde ein 69-jähriger Rentner gefasst, der Köder mit Rattengift, Schrauben, Nägeln oder Nadeln präparierte und auslegte. Urteil: Neun Monate auf Bewährung plus 6000 Euro Geldbuße an eine Rettungshundestaffel.

November 2013

Ein Mann band seiner Argentinischen Dogge mehrfach die Schnauze mit Kabelbindern zu und sperrte den Hund auf dem Balkon aus. Dort musste er dann mehrere Stunden bei sommerlicher Hitze oder winterlichen Minusgraden ausharren. Erst als Nachbarn ihn beim Verein Menschen für Tierrechte Saar meldeten, schaltete dieser die Polizei ein. Urteil: Neun Monate auf Bewährung plus 1.500 Euro Geldbuße in 15 Monatsraten an eine Tierschutzorganisation.

Es geht aber auch anders, wie die USA beweisen. Radoslaw Artur Czerkawski wurde der vielfachen Tierquälerei überführt. Er ging dabei in grausamster Art und Weise vor, weshalb ihn das Gericht in Bosten für jeden einzelnen Fall, der ihm nachgewiesen werden konnte, zu fünf Jahren Freiheitsentzug verurteilte. Insgesamt 55 Jahre lang darf der Tierquäler nun hinter Gittern über seine Taten nachdenken.