Hundehaltung in Mietswohnungen

Generelles Verbot für das Halten von Hunden und Katzen in Mietswohnungen gekippt

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© S.Geissler/Pixelio.de
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Auf vielen Hundeportalen wurde das Urteil mit dem AZ. VIII ZR 168/12 des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe gefeiert, welches besagt, dass die Klauseln in Mietverträgen, die das Halten von Hunden und Katzen verbieten, rechtswidrig sind. Die Karlsruher Richter begründeten dies damit, dass diese Klauseln den Mieter einseitig und unangemessen benachteiligen. Mieter hätten während der Mietzeit das Gebrauchsrecht der Mietsache, wozu auch die Haltung von Hunden und Katzen gehöre, es sei denn, dass dadurch die Interessen der anderen Mieter oder des Vermieters beeinträchtigt würden.
Dieses Urteil wurde in der Vergangenheit vielfach als Universalgenehmigung zum Halten von Hunden und Katzen gefeiert, zumal der Vermieter die Genehmigung nur dann verwehren darf, wenn die Störfaktoren überwiegen. Dog Aktuell ist geneigt, für die Hunde Partei zu ergreifen, doch haben wir uns der Objektivität verschrieben. Was konkret als Störfaktor gilt und was nicht, ist nirgendwo definiert und bleibt somit schwammig. So kann der Vermieter nach wie vor die Haltung untersagen, indem er sie nicht genehmigt. Hierzu muss er lediglich ausreichend Störfaktoren finden bzw. erfinden. Wie dann ggf. ein Gericht darüber befindet, bleibt Glückssache. Sicherer und friedlicher fährt man, wenn man die Genehmigung ohne Gerichtsbeschluss erhält, oder sich anderen Falls eine Wohnung sucht, in der der Vermieter zur Hundehaltung grünes Licht gibt.