Hundehalter zur Kasse bitte

Womit die Kommunen beim Hundehalter Kasse machen

Hundehalter zur Kasse bitte

Etwa 9 Mio. Hundehalter stellen ein lukratives Einnahmepotenzial der Kommunen dar. Nicht nur mit der Hundesteuer werden Hundehalter zur Kasse gebeten.

Deutschlandweit gibt es rund 9.000.000 Hundehalter. Durchschnittlich leben in Deutschland 68,6 Hunde pro km². Spitzenreiter ist die „Hundehauptstadt“ Berlin mit 113 Hunden pro km², dicht gefolgt von Essen mit 100 Hunden pro km². Schlusslicht bildet Münster mit nur 29 Hunden pro km². Hiervon sollen nicht nur die Heimtierbranche, Pharmaindustrie und Tierärzte profitieren. Auch die Städte und Gemeinden können es sich bei dem Potenzial nicht verkneifen, die Hand aufzuhalten. Dass sie hierbei nicht gerade zimperlich sind, zeigt eine Untersuchung der VEXCASH AG.

Nicht nur bei der Hundesteuer wird hingelangt

Eine sehr beliebte Einnahmequelle der Städte und Gemeinden ist die Hundesteuer. Für Hunde, die nicht als gefährlich eingestuft wurden, zahlt der Bundesbürger eine Hundesteuer von durchschnittlich 127,60 € für den Ersthund und 173,30 € für den Zweithund. Spitzenreiter für den Ersthund ist die Stadt Wuppertal, die mit 160,00 € zur Kasse bittet. Sie wird mit 156,00 € von den Städten Bochum, Dortmund, Essen und Köln gefolgt. Die günstigste Stadt ist mit 0,00 € Eschborn, gefolgt von Frankfurt und Hamburg mit jeweils 90,00 €.

Bei dem Zweithund schlägt wieder einmal Wuppertal mit 288,00 € am stärksten zu. Nicht viel bescheidener zeigt sich Hannover, wo man 240,00 € sehen will. Auch beim Zweithund ist Eschborn mit 0,00 € zweifelsfrei die günstigste Stadt, gefolgt von Hamburg mit 90,00 €.

Doch der Geldbeutel der Hundehalter gibt noch mehr her. Was man zum erfolgreichen Anzapfen braucht, ist ein Bußgeldkatalog.

Bußgelder

Bei den Bußgeldern spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, aus der sich die jeweilige Bußgeldhöhe ergibt. Die folgenden Angaben sind die jeweiligen Mindestsätze.

Hundekot liegen lassen kostet durchschnittlich 44,00 €. Am teuersten wird diese Bequemlichkeit in Frankfurt, wo hierfür 90,00 € abkassiert werden, während man in Bielefeld und München mit 20,00 € davon kommt.

Mit durchschnittlich 46,00 € ist ein Verstoß gegen die Leinenpflicht vergleichbar teuer. Hier langen die Düsseldorfer und Münchner mit jeweils 100,00 € am kräftigsten hin. Nicht weniger bescheiden zeigen sich mit 90,00 € die Frankfurter. In Leipzig dagegen sieht man dies wesentlich gelassener und berechnet gerade einmal fünf Euro.

Wer gegen die Auflage der Maulkorbpflicht verstößt, hat nichts zu lachen, dafür aber reichlich zu bezahlen. Durchschnittlich 220,00 € sind dafür lockerzumachen. Mit 1.000,00 € in Münster und München und 900,00 € in Frankfurt reißt dieses Vergehen ein großes Loch in die Haushaltskasse. In Duisburg sieht man es als genauso schwerwiegend, wie den Verstoß gegen die Leinenpflicht und verhängt hierfür ein Bußgeld von mindestens 45,00 €. Den Hundehaufen empfinden die Duisburger dagegen als gravierender und kassieren dafür mindestens 50,00 €.