Hundefutter aus der Giftküche

Hundefutter aus der Biotonne

Wir berichten darüber, was im Hundefutter drin ist, was an den Kritiken über Tiernahrung dran ist und wie Hunde mit Erdgas betankt werden.

Hundefutter aus der Biotonne

Hundefutter steht vermehrt in der Kritik. Bedauerlicherweise wird bei der Kritik in erster Linie auf menschliche Emotionen abgezielt, sodass bei realistischer Betrachtung der falsche Eindruck erweckt werden könnte, dass die Kritik haltlos sei. So steht beispielsweise die Tatsache in der Kritik, dass im Hundefutter Schlachtabfälle wie Felle, Federn, Borsten, Eierschalen etc. verarbeitet werden. Sicherlich für unser Empfinden sehr unappetitlich, doch wer die Kritik bis hierher gelesen hat, kommt zwangsläufig zu dem Ergebnis, dass die Kritik schwachsinnig ist, und spart sich den weiteren Artikel. Tatsache ist, dass dies lediglich für unser Empfinden ekelig ist, der Hund aber all die braucht. Gibt man aber einem Hund beispielsweise eine komplette Ziege, so wird man feststellen, dass nach einiger Zeit nur noch der Schädelknochen übrig ist. Alles andere, inklusive Fell, Gedärm und sonstigen Innereien wird vom Hund verzehrt. Interessant wird es erst nach dieser unappetitlichen Einleitung.

Hundefutter nach Agatha Christie

Kommen die Schlachtabfälle in der Futtermittelfabrik an, so sind sie schon dezent angegammelt und duften entsprechend. Für Hunde nicht weiter schlimm, doch bis das Futter im Napf landet, wird noch einige Zeit vergehen. Unbehandelt hätte das Öffnen der Futterverpackung eine Fliegeninvasion, Giftgasalarm und ein Herrchen oder Frauchen im Koma zur Folge. Also kommen so nette Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Emulgatoren, Verdickungsmittel, Parfum und vieles mehr mit in das Hundefutter. Die rund 200 „Zutaten“ würden sich lesen wie ein Roman von Agatha Christie, doch besteht keine Deklarierungspflicht hierfür und so finden sich diese Stoffe auch nicht unter den Inhaltsstoffen auf der Verpackung.

Hunde mit Erdgas tankenHunde mit Erdgas tanken

Kein Scherz, denn bei der Tiernahrung wird vor nichts zurückgeschreckt. Aus einem Gemisch aus 91 % Methan, 5 % Ethan, 2 % Propan und 0,2 % n-Butan wird mithilfe von Bakterien ein Fleischersatz hergestellt, der die Bezeichnung Erdgasschnitzel trägt. Aufgrund gesundheitlicher Risiken ist dieses Erdgasschnitzel für den menschlichen Verzehr nicht zugelassen, in der Tierfertignahrung ist es jedoch enthalten.

Kanaldeckel auf und Essen fassenKanaldeckel auf und Essen fassen

Auch dies ist kein ekeliger Scherz, sondern traurige Realität. Jahrelang wurden Tausende von Tonnen Klärschlamm für die Herstellung von Grundsubstanzen von Heimtiernahrung verarbeitet. Abnehmer dieser Rohmaterialien waren nicht etwa nur Billiganbieter, sondern auch Nestlé Purina und Royal Canin.

Alternativen

Einige Hundehalter sehen im Barfen eine Alternative zu dem Chemiecocktail aus der Fabrik, doch lauern auch hier Gefahren. Andere nehmen ihren Hund sogar auf ihren Vegantrip mit, ohne Rücksicht auf den Verdauungsapparat und Nährstoffbedarf des Hundes. Was Sie wirklich tun können und was sonst noch alles in der Hundefertignahrung enthalten ist, lesen Sie in unserem E-Paper Dog Aktuell – Das Hundemagazin Ausgabe 1-2016.