Hunde aus dem (Auslands-)Tierschutz

Problemhund oder Problemhalter? Hunde aus dem Tierschutz

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Hunde aus dem (Auslands-) Tierschutz

Im Gegensatz zum Welpen vom Züchter, hat jeder Hund aus dem Tierschutz eine Vorgeschichte. Eine Delete-Taste oder einen Reset-Knopf gibt es nicht.

Würde man einen Ureinwohner aus dem Regenwald von heute auf morgen in ein Grandhotel verfrachten, so würde dies zweifelsohne in einem Desaster enden. Obwohl es sich um einen Menschen handelt, dem man alles genau erklären kann, wird er sich in der neuen Umgebung unwohl fühlen und nicht zurecht kommen. Erklärung hin oder her; er wird auch in unseren unpraktischen Umgangsformen und Regeln keinen Sinn sehen und diese daher weitestgehend ignorieren. Das ist normal, verständlich und für jedermann nachvollziehbar.

Hunde aus dem (Auslands-) TierschutzZwangszivilisierung von Hunden aus dem Tierschutz

Von einem Straßenhund, der auf der Straße geboren und aufgewachsen ist und dem man seine neue Situation nicht wirklich erklären kann, erwarten wir jedoch, dass er alles, was er bis dato erlebt und gelernt hat, vergisst und für sein neues Leben dankbar ist. Auch deutsch Hunde aus dem Tierschutz haben ein Vorleben und erklären Sie mal dem Hund, dass sein bisheriges Leben nun Vergangenheit, und ab sofort anders ist. Festplatte löschen und neu programmieren geht beim PC, aber nicht beim Hund. „Wanderpokale“ und vermeintliche Problemhunde sind die Folge.

Mehr als nur ein neues Zuhause

Wer sich dafür entscheidet, einen Straßenhund aus dem Auslandstierschutz aufzunehmen, muss sich darüber im Klaren sein, dass es für den Hund mehr als nur ein neues Zuhause sein wird. Nichts wird für den Hund so sein, wie es mal war. Sein komplettes Leben, seine Gewohnheiten, sein Tagesablauf etc. werden von heute auf morgen umgekrempelt. Das ist schon für einen Hund, der von seiner alten Familie in eine neue Familie kommt, schwierig. Neue Menschen, neue Umgebung, neue Gerüche und neue Tagesabläufe. Das erfordert eine geraume Eingewöhnungszeit. Für den einstigen Straßenhund ist es um ein Vielfaches schwerer. Er fühlt sich, wie ein Ureinwohner in New York und je länger er als Straßenhund auf sich selbst gestellt war, umso länger und schwieriger ist seine Eingewöhnungszeit in sein neues Zuhause.

Was Sie tun können, damit das Zusammenleben mit dem Hund aus dem Tierschutz klappt, hat die Hundetrainerin und Verhaltenstherapeutin Kristina Ziemer-Falke in einem Bericht für Dog Aktuell – Das Hundemagazin zusammengefasst. Lesen Sie den kompletten Artikel in unserer kostenlosen E-Paper-Ausgabe 2/2018.