Haushaltshilfe auf vier Pfoten

Der Hund ist nicht nur der beste Freund des Menschen, er hilft ihm auch bei vielen verschiedenen Aufgaben.

 

Der Hund ist nicht nur der beste Freund des Menschen, er hilft ihm auch bei vielen verschiedenen Aufgaben. Durch seine untrügliche Spürnase leistet er unersetzliche Arbeit bei der Polizei, dem Zoll, den Rettungsdiensten und vielen mehr. Als Blindenführhund und Behindertenbegleithund hilft er seinem Herrchen oder Frauchen dabei, sicher durch den Alltag zu kommen. Über all diese Aufgaben informierten wir bereits in unseren Berichten und Reportagen. Es sind besondere und besonders ausgebildete Hunde, wie sie „Otto-normal-Hundehalter“ in der Regel nicht hat. Doch auch in dem eigenen Hund steckt mehr, als die meisten Hundehalter vermuten.

 

Gezieltes Bringen

Fast jeder Zuschauer schmunzelt bei Kommissar Rex, wenn dieser seinem Herrchen das klingelnde Handy bringt und viele seufzenTelefon 3 kombi Sehr gross „so einen Hund will ich auch haben“. Kaum jemand weiß jedoch, dass er in Wahrheit einen solchen Hund sogar schon hat. Niemand wundert sich beim Spaziergang darüber, dass der Hund auf das Kommando „Hol das Stöckchen“ dem geworfenen Stock nachjagt und diesen zurückbringt. Es wird lapidar mit den Worten abgetan, dass dies ja nur Spiel sei, was im Grunde genommen auch richtig ist. Bei dem geworfenen Stock verbindet der Hund das Wort „Stöckchen“ mit dem geworfenen Stück Holz und befolgt das Kommando „Hol“. Eine Kombination also aus dem visuellen Reiz, dem Stöckchen, und dem akustischen Reiz, dem Kommando „Hol“. Der Schritt, den akustischen Reiz des Handyklingelns mit dem optischen Reiz des Handys mit dem nun beleuchtetem Display zu verbinden und seinem Herrchen/Frauchen zu bringen, ist gar nicht mehr so groß und kann mit fast jedem Hund trainiert werden.

Schuhe -1Wenn der Hund in der Lage ist, die wichtigsten Kommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Fuß“, „Bleib“, „Hier“ und „Aus“ unterscheiden und richtig befolgen zu können, dann ist es auch nicht mehr verwunderlich, dass er mit dem gleichen Trainingsaufwand auch Worte wie „Handy“, „Brille“, Zeitung“ oder „Schuhe“ unterscheiden und die richtigen Gegenstände bringen kann.

Der Hund lernt beim Training, diese Aufgaben als Spiel zu sehen und hat, sobald er es gelernt hat, viel Spaß bei diesem „Hilfe-Spiel“. Es macht ihn mächtig stolz, wenn er etwas richtig gemacht hat und dafür gelobt und belohnt wird. Dabei ist es natürlich wichtig, dass die Gegenstände für den Hund auch erreichbar sind.

 

 

Manchmal muss er groß sein

Personen, die aus körperlichen Gründen auf die Hilfe des Hundes angewiesen sind und der Hund aus diesem Grund auch schwerere oder sperrige Gegenstände bewegen oder seinem Herrchen/Frauchen bei körperlich anstrengenden Arbeiten, wie Garagentor -1beispielsweise beim Aufstehen oder beim Schließen von Garagentoren, helfen muss, sollten bei der Wahl seines Hundes auch auf dessen Größe und Kraft achten. Sehr gut geeignet für diese Aufgaben sind unter anderem der Dobermann, der American Bullterrier oder der American Staffordshire Terrier. Sie verfügen über ausreichende Intelligenz und Kraft und sind obendrein ausgesprochen arbeitsgierig.

Bei besonders intelligenten Hunden, die bei geistiger Unterforderung zu Verhaltensstörungen neigen, ist dieses Hundetraining eine optimale Kombination aus geistiger Auslastung für den Hund und Entlastung für Herrchen oder Frauchen.