Falsches Spielzeug

Hunde lieben es, beim Tauziehen ihre Kräfte mit denen von Herrchen oder Frauchen zu messen. Dazu beißt der Hund in die Leine und beginnt zu ziehen. Knurrend fordert er dazu auf, bei dem Spiel mitzumachen. Je stärker nun Frauchen oder Herrchen zieht, umso stärker zieht dann auch der Hund. Sogenannte Kampfhunderassen verbeißen sich dabei in der Regel in der Leine, sodass Verletzungen unwahrscheinlich, wenngleich nicht ausgeschlossen sind. Gefährlicher wird es bei anderen Hunderassen, die bei diesem Spiel immer wieder kurzzeitig loslassen und nachfassen. Dadurch verringert sich nach und nach der Abstand zwischen der Hundeschnauze und der Hand des Herrchens/Frauchens und kann in letzter Instanz zum ungewollten Biss führen. Auch wenn der Hund sofort wieder loslassen wird, so bleibt es dennoch schmerzhaft. Ein Hundekissen, wie es bei der Schutzhundeausbildung gebraucht wird, ist das geeignetere und sicherere Spielzeug zum Tauziehen.

Amazing mit Apportierholz
© by Charlie Mauschl

Zu kleiner Ball

Ballspiel ist nichts weiter, als ein Beutespiel. Der Hund jagt seine Beute, sprich den Ball, und bringt die Beute zurück. Im Übereifer des Spiels kann es vorkommen, dass der Hund bereits nach seiner Beute schnappt, bevor sie geworfen wurde. Bei zu kleinen Bällen hat der Hund dabei nicht nur die Beute in der Schnauze, sondern auch noch die Finger. Die hieraus entstehenden Verletzungsrisiken lassen sich mit größeren Bällen vermeiden. Noch besser geeignet sind Apportierspielzeuge wie Dogfrisbees oder spezielle Apportierhölzer.

Von Hunden und Enten

Verletzung am Knie
© by saulhm/CCO

Wenn Kinder spielen, sind kleinere Verletzungen unvermeidlich. Aufgeschürfte Knie sind normal und keine Mutter würde sich darüber wundern. Ein Pflaster drauf und der Fall ist erledigt. Toben Kinder mit Hunden, so sind ähnliche Verletzungen gleichermaßen normal und unvermeidbar. Sei es, dass der übermütige Hund das Kind umrennt, oder im Spiel auch mal kneppt. Was unter Kindern gang und gäbe ist, wird bei den Hunden gleich als aggressives Verhalten ausgelegt. Fehlt es der Boulevardpresse an Nachrichten, so wird ein solch harmloses Spiel mit einsprechend dramatischen Formulierungen ausgeschmückt und aus dem Haushund wird eine Zeitungsente. In diesen Fällen, die leider an Tagesordnung sind, ist es die Presse, die hier ein falsches Spiel betreibt.