Diensthund starb im Auto

Obduktion von Diensthund Zorro lässt Fragen offen

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Diensthund starb im Auto

Diensthundeführer ließ seinen Diensthund über zwei Stunden im Auto. Als er zurückkehrte, war der Hund tot. Die Obduktion lässt Fragen offen.

Ein 51-jähriger Diensthundeführer ließ in seiner Freizeit seinen Diensthund im Auto zurück. Er parkte den Wagen auf einer Wiese unter großen Bäumen, die Schatten spendeten, und öffnete die Heckscheiben. Die Heckklappe ließ er einen Spalt offen stehen. Danach entfernte er sich und kam nach ersten Angaben etwa zwei Stunden später zurück. Sein Diensthund war in der Zwischenzeit verstorben.

Starb der Diensthund im überhitzten Auto?

Wie sich inzwischen herausstellte, entfernte sich der Hundeführer nicht nur für zwei, sondern für fast drei Stunden von Hund und Auto. Der Fall schlug hohe Wellen und der Hundeführer wurde im Netz bereits vor dem Ergebnis der Obduktion von den Lesern verurteilt. Die Vermutung, dass der Hund in der Hitze des geparkten Wagens einem Hitzetod erlag, lag zwar nahe, doch waren auch andere Todesursachen denkbar. Klarheit sollte die Obduktion in der Gerichtsmedizin Wien ergeben. Laut Medienberichten soll die Obduktion den Hitzetod nun bestätigt haben. Eine Stunde lang soll der Hund einen Todeskampf geführt haben. Nicht ganz so eindeutig wie die Medienberichte sieht die Realität aus. Todesursache war laut Obduktionsbericht ein akuter Schocktod. Die Ursache hierfür kann ein überhitztes Fahrzeug gewesen sein, was jedoch nicht mit Sicherheit gesagt werden kann. Es wird aufgrund der Umstände vermutet, dass hohe Innenraumtemperaturen für den akuten Schocktod verantwortlich waren, eine 100%ige Klärung war jedoch nicht möglich.

Tod von Diensthund Zorro bleibt nicht ohne Folgen

Der Hundeführer wurde mit sofortiger Wirkung seiner Funktion als Diensthundeführer enthoben. Die Staatsanwaltschaft Graz leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Tierquälerei gegen den Hundeführer ein. Außerdem werden noch weitere disziplinarische Maßnahmen geprüft, die auch eine Schadensersatzforderung beinhalten. Polizeihunde haben immerhin einen Wert von etwa 30.000 bis 40.000 Euro. Keine Kleinigkeit für ein Polizistengehalt.