Diensthund biss Katzen und andere Tiere tot

Wie die Schweizer Zeitung „20 Minuten“ am 19.Jan.2015 berichtete, tötete der reinrassige Tervueren ein Schaf, zwei Katzen und einen Yorkshire-Terrier. Das Veterinäramt verhängte daraufhin diverse Auflagen. Dazu gehörten Maulkorbpflicht, kurze Leine und sichere Verwahrung des Hundes in einem Zwinger. Die Besitzerin des Hundes gab bei der schweizerischen Zeitung an, dass diese Maßnahmen nicht zum Wohle des Tieres sein und sie deshalb dem Druck von außen nachgegeben habe und sich zur Einschläferung des Hundes entschieden habe.
Weshalb der Hund nach drei Jahren plötzlich aggressiv wurde, sei niemandem bekannt. Auch die Besitzerin hat keine plausible Erklärung dafür, weshalb der Hund, der den Wesenstest einst mit Bravour bestand und bei der Diensthundeprüfung den ersten Platz belegte, plötzlich zur Bestie wurde. Es sei nichts weiter vorgefallen, was dieses Verhalten erklären würde. Sie gab jedoch an, den Hund nach den Vorfällen nicht mehr zum Hundesport oder zu Prüfungen mitgenommen zu haben. Die Annonce im Internet, in der sie den Rüden zum Decken anbot, sei lange vor den Vorfällen online gestellt worden.

Wir haben mit uns gerungen, ob wir hierüber berichten sollen, oder nicht. Vorfälle dieser Art erregen Aufsehen und es ist daher unsere Pflicht, darüber zu berichten. Andererseits wollen wir ausschließlich die Wahrheit berichten und zu diesem Beitrag liegt uns nur der Zeitungsartikel als Informationsquelle vor. Wir geben diese Informationen, die im Großen und Ganzen sehr glaubhaft klingen, so weiter. Wir möchten allerdings auch auf ein paar Ungereimtheiten aufmerksam machen. In dem Artikel werden alle Leser befriedigt. Hundegegner und Rasselistenbefürworter freuen sich über die Tötung des Hundes, während Sympathisanten der Besitzerin das Veterinäramt als Prügelknabe geliefert bekommen. Tierschützer dürfen sich über die Besitzerin aufregen, die den Hund einschläfern lässt, nur weil er mit Maulkorb an der kurzen Leine zu führen ist. Jeder bekommt in dem Artikel seinen Sündenbock geliefert, ohne dass der Tervueren an sich angegriffen wird.

Aggressives Verhalten bei intelligenten Gebrauchshunden kommt oft durch geistige Unterforderung zustande. In dem Artikel wird der Eindruck erweckt, als ob die Besitzerin die Ausbildung zum Diensthund vorgenommen, und den Hund regelmäßig mit sportlichen Aktivitäten gefordert hatte. Ein Eindruck, der leider weder eindeutig bestätigt noch dementiert wird. Falls dem so war und eine geistige Unterforderung auszuschließen ist, besteht noch die Möglichkeit eines Hirntumors. Bei einem körperlich und geistig ausgelasteten Tervueren die einzig plausible Erklärung für das geschilderte Verhalten. Auch wäre der Tumor eine glaubwürdigere Erklärung für die Einschläferung des Hundes. Der letzte Grund, der für einen Tumor spricht, ist die Tatsache, dass diese Möglichkeit in dem Artikel gar nicht erst erwähnt wurde, denn ein Tumor als Ursache würde diesen Artikel absolut unspektakulär machen. Was war ist, und was nicht, können wir nur vermuten, nicht aber belegen. Sollten uns weitere Informationen zu diesem Fall zukommen, so werden wir berichten.

Quelle: http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/31344084