Der Hund im Haus vertreibt den Gärtner

Warum mein Hund buddelt

Der Hund im Haus vertreibt den Gärtner

Zieht ein Hund ins Haus, so ist der schöne Garten Geschichte. Wo einst der englische Rasen war, buddelt nun der Hund einen Golfplatz für Medizinbälle.

Jeder Hund buddelt. Der eine mehr, der andere weniger. Es liegt in der Natur der Hunde, dass sie den liebevoll angelegten Garten umgraben, doch bei einigen Hunden nimmt die Aktivität bei der Gartengestaltung unakzeptable Ausmaße an. Übermäßiges Buddeln ist nicht nur lästig, sondern kann für den Hund, wie alles was im Übermaß betrieben wird, auch gefährlich sein. Hier gilt es, die Ursache für sein exzessives Verhalten zu finden und abzustellen. Ganz abgewöhnen sollte man dem Hund das Buddeln jedoch nicht, da es sich um ein instinktives Verhalten handelt, welches der Hund auch ausleben muss.

Natürliche Gründe für das Buddeln

An heißen Tagen suchen sich Hunde ein schattiges Plätzchen, um auszuruhen. Ist kein Schattenplatz vorhanden, so buddeln sie sich eine Kuhle, in der es kühl ist und in die sie sich anschließend hineinlegen. An besonders heißen Tagen und bei sehr hartem Boden ist dies in der prallen Sonne extrem anstrengend und kann zu Überhitzung führen. Gefahr droht auch bei sehr weichen Böden. In ihnen buddelt der Hund schon mal ein zu tiefes Loch, in dem er von der nachrutschenden Erde begraben werden kann.

Mauselöcher, Fuchs- und Hasenbauten sind gerade für Jagdhunde von großem Interesse. Mit viel Geduld und Ausdauer fangen sie an zu buddeln, um die Beute aus ihrem Versteck holen zu können. Nicht selten sind dabei Hunde schon in ihrem eigenen Loch stecken geblieben und von der vermeintlichen Beute gebissen worden.

Bei Hündinnen liegt die Ursache für das Buddeln oft in den Hormonen. Die läufige Hündin buddelt sich dann eine Wurfhöhle.

Buddeln hält fit

Wenn der Hund buddelt, so hat dies für ihn eine Reihe von positiven Auswirkungen. Er baut damit Stress ab und trainiert seine Muskeln. Weiterhin werden seine Krallen auf natürliche Weise gekürzt. Insbesondere Jagdhunde können mit dem Buddeln auch ihren Jagdtrieb befriedigen. Um den genannten Gefahren entgegenzuwirken, sollte der Hund nur unter Aufsicht und auch nur dort buddeln, wo es ihm erlaubt wurde.

Exzessives Buddeln abgewöhnen

Um seinem Hund das übertriebene Buddeln abgewöhnen zu können, muss zunächst die Ursache hierfür ermittelt werden. Häufige Ursachen sind Defizite bei der Beachtung und Unterforderung. Der Hund lernt schnell, dass er beschimpft wird, wenn er die Blumen ausbuddelt. Statt dies zu unterlassen, buddelt er regelmäßig irgendwelche Blumen aus und erhält mit der Beschimpfung die gewünschte Beachtung. Bei körperlicher und/oder geistiger Unterforderung hat der Hund Langeweile, die er sich mit seinen Buddelaktivitäten vertreibt. Weitere Gründe können im Jagdtrieb liegen. Wichtig ist es, den Hund anzuleinen und vom Buddeln abzuhalten. Er muss lernen, nur an den erlaubten Stellen zu buddeln. Diese können spezielle Ecken im Garten oder ausgesuchte Punkte auf der Gassirunde sein. Zur Beseitigung der Defizite und als Ersatzbefriedigung bieten sich Dummytraining und Mantrailing an.