Canicross

Bei den meisten Hundesportarten liegt die eigentliche, sportliche Leistung beim Hund, während der Hundeführer „nur“ die entsprechenden Kommandos gibt. Anders ist es beim Canicross, bei dem sich sowohl Hund, als auch Hundeführer richtig auspowern können. Vorbild für diese Hundesportart war wohl das Skijöring, bei dem sich ein Skifahrer von Pferden, Geländewagen, Motorrädern, ATVs, Pkws etc. ziehen lässt. Aus dieser Idee entwickelten französische Veterinäre das Canicross und das Bikejöring.
Bei dieser besonderen Art des Geländelaufes ist der Hundeführer mit einer flexiblen Leine mit seinem Hund verbunden. Die Länge dieser Leine beträgt maximal zwei Meter; im Turniersport 1,90 Meter. Der Hund trägt dabei ein besonderes Zuggeschirr, das mit dem Zuggeschirr von Schlittenhunden zu vergleichen ist. Dabei soll der Druckpunkt so liegen, dass die Lungen des Hundes nicht belastet werden. Die Flexibilität der Leine entsteht durch den Ruckdämpfer, der in der Leine eingearbeitet, oder am Ende der Leine angebracht sein kann. Aus Sicherheitsgründen ist ein Panikhaken Vorschrift, um im Notfall die Verbindung von Hund und Läufer trennen zu können.
Bei dem Geländelauf läuft der Hund stets vor seinem Herrchen/Frauchen und zieht diese(n) über den fünf bis sieben Kilometer langen Geländepar-cours. Gestartet wird in verschiedenen Altersklassen, und jeweils Männer und Frauen getrennt. Bei den Hunden dagegen wird nicht unterschieden. Jeder Hund, egal, ob kleiner Promenadenmischling oder großer Rassehund mit roten Papieren, hat die gleiche Chance auf das Siegertreppchen. Canicross ist daher ein Sport für jeden gesunden Hund, der über ein sportliches und lauf-freudiges Herrchen/Frauchen verfügt.