Cane Corso Italiano

Die Kraft die aus der Ruhe kommt

Der Cane Corso Italiano, wie der Italiener richtig heißt, wurde erst 1996 von der FCI als Rasse anerkannt. Das soll aber nicht gleichbedeutend mit einer relativ jungen Hunderasse sein. Der italienische Moloss, wie der Cane Corso auch genannt wird, ist zumindest so alt, dass seine genaue Abstammung umstritten ist. Weitere gebräuchliche Bezeichnungen sind übrigens italienische Dogge, italienischer Corso Hund und Cane di Macellaio. Vermutlich aber stammen der Cane Corso und der Mastino Napoletano vom canis pugnacis, bekannter unter der Bezeichnung römischer Molosserhund, ab. Cane, italienisch für Hund, und Corso, italienisch für natürlich, könnte man als „natürlicher Hund“ übersetzen. Tatsächlich soll das Wort Corso aber vom lateinischen cohors abgeleitet sein, was übersetzt Hüter/Verteidiger von Haus und Hof bedeutet.

Nomen est omen

Verteidiger von Haus und Hof, wie es in seinem Namen heißt, macht deutlich, dass es sich um einen gefährlichen Hund handeln muss. In gebildeten Ländern, in denen die Politiker der lateinischen Sprache mächtig zu sein scheinen, steht er daher auf der Rasseliste. Zu diesen Ländern gehören Brandenburg und Bayern in Deutschland sowie Lichtenstein und die Schweizer Kantone Genf, Schaffhausen, Tessin, Freiburg, Glarus und Thurgau.

Cane CorsoLatein ist gut – deutsch ist besser

Leider beherrscht man in diesen Gebieten scheinbar nur Latein und keine weitere Sprache, denn sonst hätte man dort die volle Rassebeschreibung lesen können. So ist beispielsweise vorgeschrieben, dass ängstliche und aggressive Hunde von der Zucht ausgeschlossen sind. Auf diese Weise wird die Zucht von aggressiven Hunden genauso unterbunden, wie die von Angstbeißern. Das Resultat liest sich in den Charaktereigenschaften wie folgt:

 

Charaktereigenschaften

Der Cane Corso ist ein gutmütiger, kinderlieber und verspielter Familienhund. Er ist treu, gelehrig und arbeitsfreudig. Fremden gegenüber verhält er sich gleichgültig oder uninteressiert. Diesbezüglich ist er ein sehr ruhiger Vertreter mit einer relativ hohen Reizschwelle. Es muss schon viel passieren, ehe er aus der Ruhe kommt. Lediglich in dem Moment, in dem er in Fremden eine Gefahr für sich, seine Herrchen oder sein zu bewachendes Territorium (Haus, Hof, Wohnung, Auto etc.) sieht, ist Schluss mit lustig. Dann kommt in ihm der Wachhund durch und den lebt er aus voller Leidenschaft aus. Nicht unbedingt zum Wohle des Eindringlings.

ErziehungCane Corso

Eine gute Erziehung ist bei dem Cane Corso besonders wichtig. Nicht nur, damit der bis zu 50 kg schwere Hund besser zu führen ist, sondern ganz besonders um seinen Wach- und Verteidigungsinstinkt zu kontrollieren. Nicht alles, was er sieht und ihm gefällt, gehört ihm oder seinem Herrchen und nicht alles was ihm gehört, muss ständig verteidigt werden. In diesen Fällen braucht er klare Ansagen, die er zu befolgen hat. Der Besuch einer Hundeschule ist empfehlenswert. Erziehungsfehler können zu einem Übereifer beim Wach- und Schutzverhalten führen. Für Anfänger ist er daher ungeeignet.

Hundesport

Wie alle intelligenten und arbeitswilligen Hunde braucht auch der Cane Corso seine Aufgaben. Körperliche und geistige Unterforderung können auch bei ihm zu Verhaltensstörungen führen. Die Aufgaben zu Hause können beispielsweise Arbeiten im Haushalt sein, wie Schuhe, Telefon, Leine oder Autoschlüssel holen. Beim Hundesport sollten seine Größe von bis zu 64 cm und seine Kraft berücksichtigt werden. Mondioring und Obedience wären beispielsweise geeignete Hundesportarten.

Das © der Bilder liegt bei dem Züchter della via valletta.de