Buchvorstellung: Hunde würden länger leben, wenn …

Wie Hunde totgeimpft, fehlernährt und medikamentenvergiftet

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Buchvorstellung: Hunde würden länger leben, wenn ...

In dieser Buchvorstellung geht es darum, dass Hunde länger leben würden, wenn Tierärzte ihren Beruf nach bestem Wissen und Gewissen ausüben würden.

Ist der Hund krank, so geht man zum Tierarzt. Er soll das ändern. Ist der Hund gesund, so geht man vorsorglich zum Tierarzt und er ändert es. Was nach einem Scherz klingt, ist oftmals bittere Realität. In dem Buch „Hunde würden länger leben, wenn …“ klärt die Autorin Dr. med. vet. Jutta Ziegler darüber auf, wie gesunde Hunde mit Medikamenten vergiftet und fast totgeimpft werden. Sei es bewusst, oder unbewusst.

Nur ein krankes Tier ist ein gutes Tier
© Pixabay.com

Nur ein krankes Tier ist ein gutes Tier

Nicht nur Tierärzte, sondern auch Pharma- und Futtermittelindustrie verdienen an kranken Tieren. Studien und Forschungen, welche die Grundlagen für das Veterinärmedizinstudium bilden, werden von diesen Industriezweigen bestellt und finanziert. Klar, dass dies darauf hinausläuft, dass gesunde Tiere krank therapiert werden, damit sie anschließend behandelt werden können. Die Autorin setzt sich mit diesem Missstand auseinander und teilt ihre Kolleginnen und Kollegen in drei Gruppen ein.

  • Die Skrupellosen, die wissen, was sie den Tieren antun und aus reiner Profitgier gesunde Tiere krank therapieren.
  • Die große Gruppe der Ahnungslosen, die praktizieren, was sie gelernt haben, ohne dies kritisch zu hinterfragen.
  • Die kleine, aber gottlob wachsende Gruppe der Tierärzte, die dies erkannt haben und mit teilweise alternativen Methoden zum Wohl des Tieres agieren, statt zum Wohl der Industrie.

Was den Tieren von den Halbgöttern in weiß, wie die Autorin die Tierärzte selbst bezeichnet, angetan wird, liest sich wie ein Horrorroman. Dass es sich hierbei leider nicht um Belletristik, sondern um die grausame Realität handelt, belegt sie mit realen Fallbeispielen.

Buchvorstellung und Kritik

Das rund 190 Seiten umfassende Buch beschäftigt sich mit diversen Fehlbehandlungen, an denen die Tiere zum Teil fast verstorben wären. Als Beispiele werden Fälle von Hunden oder Katzen angeführt. Diese sind vielleicht etwas langatmig ausgeführt und hätten gut auf 2/3 gekürzt werden können. Der Vorteil dieser lang gezogenen Darstellung ist die bessere Verständlichkeit der Zusammenhänge, die in einer kürzeren Fassung eventuell von einigen nicht so gut verstanden werden würden. Zum Thema BARF gibt es unzählige Meinungen und genauso viele Fehlinformationen. Gegen Ende des Buches widmet die Autorin 20 Seiten, um über die hartnäckigsten Fehlinformationen aufzuklären. Am Ende des Buches ist der Leser völlig verunsichert und weiß nicht mehr, ob er seinem Tierarzt noch trauen kann. Aus diesem Grund endet das Buch mit einigen Lösungsvorschlägen.

Wenngleich das Buch stellenweise sehr langatmig ist, so sollte es dennoch jeder Haustierbesitzer gelesen haben. Auch wenn man hier und da, sei es berechtigt oder unberechtigt, Zweifel hegt, ob die Autorin da „den Stein der Weisen“ gefunden hat, so soll das Buch in erster Linie den Leser sensibilisieren, nicht alles zu glauben, was der vermeintliche Fachmann bzw. die Fachfrau sagt. Gerade beim Thema Ernährung gehen die Meinungen weit auseinander und jede Argumentationsweise ist in sich schlüssig und nachvollziehbar. Es erscheint daher sehr unwahrscheinlich, dass es nur ein „Richtig“ gibt. Sich aus allen Richtungen glaubwürdige Informationen einzuholen, daraus eine gesunde Kombination zu erstellen und dabei zu beobachten, was dem eigenen Tier gut tut und was nicht, dürfte daher den besten Weg darstellen, um sein Haustier artgerecht und gesund zu ernähren. Die in diesem Buch veröffentlichten Informationen sind hierzu zweifellos sehr hilfreich.

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