Bremen dreht die Zeit zurück

Bremen auf dem Highway ins Mittelalter

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Bremen dreht die Zeit zurück

Am ersten Wochenende im September 2018 fand in Bremen die 10. nationale und internationale Hundeausstellung „Bremen bellt“ statt. Zu diesem international bekannten Event kamen zahlreiche Aussteller, Züchter und Hundehalter aus ganz Europa und selbst von Übersee und präsentierten den Besuchern und den international anerkannten Zuchtrichtern über 4.500 Hunde aller Rassen. Neben einem Showprogramm, in dem Hundesportarten wie Agility, Dogdance etc. und Hunde mit Beruf, wie Rettungshunde, Behindertenbegleithunde, Diensthunde etc. vorgestellt wurden, präsentierten auch rund 50 Unternehmen ihre neuesten Produkte für Hund und Halter. Eine tolle Messe, auf der sich interessierte Besucher auf den neuesten Stand bringen konnten. Sollte man meinen, doch das Gegenteil traf wohl eher zu.

Rückschritt ist der Fortschritt in Bremen

Fast 20 Jahre nach Einführung der Rasseliste mussten die Gesetzgeber nun erkennen, dass die Rasseliste keinerlei Einfluss auf die Anzahl der Beißvorfälle hatte. Das Bremen umschließende Bundesland Niedersachsen schaffte die Rasseliste bereits kurz nach ihrer Einführung wieder ab und das im Norden angrenzende Bundesland Schleswig Holstein verabschiedete sich zum 1. Januar 2016 von der Rasseliste. Doch während Thüringen Ende Februar 2018 ebenfalls zu der Erkenntnis kam, dass die Rasseliste überholt ist und diese abschaffte, verschärfte Bremen Ende April 2018 sein Hundegesetz. Die Auswirkungen, die dies auf die 10. „Bremen bellt“ hatte und einem internationalen Publikum präsentiert wurde, kann nur noch als peinlich und beschämend bezeichnet werden.

Bremen-Aussteller hinter Gitter
© DogAktuell.de

Aussteller hinter Gitter

Die Aussteller von Hunden der Rassen Bullterrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier wurden in einem separaten Bereich untergebracht, in dem Hunde und deren Aussteller in Käfigen aus Bauzäunen untergebracht waren. Im Gegensatz zu einer Justizvollzugsanstalt, sprachen hier die Besucher mit den Inhaftierten, Verzeihung, mit den Ausstellern, durch Gitterstäbe und auch die Hunde konnten sich nur durch den Bauzaun beschnüffeln. Verletzungsrisiko inklusive. Aus „Sicherheitsgründen“, wie es den Anschein erwecken sollte.

Expertenmeinungen auf Hundeausstellung nicht zulässig?

Lassen wir mal die Tatsache beiseite, dass bissige Hunde, gleich welcher Rasse und gleich, ob vom Aussteller oder Besucher, zu der Messe keinen Zutritt hatten, und lassen wir auch mal die Einschätzung des international anerkannten Tierverhaltensforschers Prof. Dr. Hansjoachim Hackbarth beiseite, der den Bullterrier als eine der freundlichsten Rassen bezeichnete, und konzentrieren wir uns vielmehr auf die international anerkannten Zuchtrichter. Sie sollten die Hunde danach beurteilen, inwieweit sie mit den Rassestandards konform gehen. Somit versteht sich von selbst, dass Züchter, deren Hunde nicht dem Rassestandard entsprechen, sich die Anreise und die Gebühren von Haus aus sparten. Und nun ein kurzer Auszug aus den Rassestandards:

Bremen dreht die Zeit zurück
© DogAktuell.de

Rassestandards

Bullterrier: Mutig, lebhaft und diszipliniert, wenngleich eigensinnig und mit einem verspielten aber ausgeglichenem Wesen. Der Bullterrier ist Menschen gegenüber sehr gut.

Staffordshire Bullterrier: „Traditionell von unbeugsamem Mut und Hartnäckigkeit. Hochintelligent und liebevoll, besonders zu Kindern. Tapfer, furchtlos und absolut zuverlässig.“ (FCI Standard).

 

 

 

American Staffordshire Terrier: Disqualifizierende Fehler sind nach dem Rassestandard aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde.

Bei allen drei Rassen, die aus Sicherheitsgründen hinter Gitter kamen, stellt ein aggressives Verhalten einen Fehler bzw. disqualifizierenden Fehler im Rassestandard dar.

Allein damit hat sich Bremen schon fachlich vor den internationalen Experten disqualifiziert, doch Bremen kann noch peinlicher werden und stellte dies bei der 10. „Bremen bellt“ auch anschaulich unter Beweis.

Bremen blamiert Deutschland

Bremen blamiert Deutschland
© DogAktuell.de

Im Show- und Ehrenring waren bei der „Bremen bellt“ die Hunde der oben genannten Rassen von der Maulkorbpflicht befreit, die ansonsten auf dem ganzen Messegelände galt. Wohl aus diesem Grund verwandelte Bremen den Ehrenring in eine Art Hochsicherheitstrakt in dem die Bauzäune noch mit Maschendraht versehen wurden. Im oberen Bereich wurde ein rot-weißes Absperrband durch den Maschendraht geflochten, um die Besucher vor den Verletzungsgefahren zu warnen. Im unteren Bereich dagegen wurden keinerlei Maßnahmen ergriffen, um Hunde vor Verletzungen an den scharfen Abschlüssen zu sichern. Diskriminierung, Erniedrigung und Gefährdung aus Sicherheitsgründen; Bremen hat wirklich nichts ausgelassen. Herzlichen Glückwunsch Bremen: Effizienter kann man sich vor der Welt nicht blamieren. Ersten Reaktionen nach, werden sowohl auf Besucherseite als auch auf der Seite der Aussteller sich viele den Besuch der elften „Bremen bellt“ verkneifen.

10 Kommentare

  1. „Ihr“ schon mal gar nicht, allerhöchstens Bremens Politiker, denn die halten an dieser Liste fest. Für die Aussteller und Besucher tat es mir leid.

  2. Ehrlich gesagt : ich habe bisher schon etliche Staffordshire Terrier kennengelernt, seit der Abschaffung der Liste natürlich, und jeder war potentiel aggressiv.

  3. Sharinna
    Red bitte keinen Blödsinn kennengelernt hast du bestimmt nicht diese Rasse sonst würdest du nicht so einen Unfug von dir geben. Das sind die liebsten Hunde!

  4. Solltest dirlieber die Besitzer dieser Hunde angucken.Ich kenne auch einige,alle Wesensstark,lieb und gut erzogen.Also frag dich mal was du für Leute kennst😡

  5. #Bremen ist und bleibt eine rassistische Hochburg der Rasseliste, solange Aussteller und Betreiber das Spiel mitmachen.

    Ein geschlossener Boykott aller Hundehalter würde ein kräftiges Loch in die Bremer Touristen- und Wirtschaftskassen reißen.

    Aber, wenn man sich auf etwas nicht verlassen kann, dann ist es die Geschlossenheit der Hundehalter.

    Das hat uns schon sie Hundssteuer gezeigt.
    (Auch hier haben wir vor dem Alleingang gewarnt.)

    *Einer gegen Alle. Alle gegen Einen.*

    Also wird auf hohem Niveau weiter geklagt.

    Die Elite der Widersacher hat man bereits erfolgreich aus der Stadt gejagt. Also, wen sollen die #Bremer #Rassenverfolgungshengste jetzt noch fürchten ?!

    Mit vorzüglichen Grüßen

  6. Bin froh nicht in Bremem zu leben , morgens ist der Hauptbhf. Weis und abends ist er schwarz oh dtl.wo gehst du hin ? Es sind die Hundehalter die dafür sorgen das Gebissen wird , oder sie kennen ihren Hund nicht ganz egal welche Rasse !!!!!

  7. Armes Bremen, keine Hundeplätze nur Hund an Leine. Aber Hundesteuer kassieren nichts
    tun für den Hund tun, und auf der Hundeausstellung hinter Gitter,das war wohl meine
    letzte Ausstellung in Bremen.

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