Brandmittelspürhund

Bei der Ermittlung von Bränden mit ungeklärter Ursache bzw. beim Verdacht auf Brandstiftung kommt der Brandmittelspürhund zum Einsatz. Seine feine Nase stellt für die ermittelnden Beamten eine unverzichtbare Hilfe dar. Der Brandmittelspürhund arbeitet nicht nur bedeutend schneller als jedes technische Gerät, auch kann er Brandbeschleunigerreste anzeigen, deren Konzentration für Messgeräte nicht mehr nachweisbar ist. Auf diese Weise kann nicht nur die Brandstiftung an sich nachgewiesen, sondern auch der Brandherd (Brandentstehungsort) ermittelt werden. Dabei findet der Brandmittelspürhund, der auf die gängigsten Brandbeschleuniger wie Benzin, Diesel, Terpentin, Petroleum, Universalverdünnung, Nitroverdünner und Brennspiritus abgerichtet ist, auch Spuren von Brandbeschleunigern auf Kleidungsstücken und Ähnlichem, wodurch Brandstifter überführt werden können.
Da die Einatmung von Brandbeschleunigern gesundheitsschädlich ist, werden die Brandmittelspürhunde nur in Verbindung mit technischem Gerät eingesetzt. Ist die Konzentration der Brandbeschleuniger zu hoch, sodass sie für den Hund ein gesundheitliches Risiko darstellen würde, so wird diese Ermittlungsarbeit dem technischen Gerät überlassen.
Das Einsatzgebiet des Brandmittelspürhundes beschränkt sich bei seinen Ermittlungsarbeiten nicht allein auf den Bereich des abgebrannten Objektes sondern auch noch auf den angrenzenden Nahbereich, den er nach Tatmitteln flächendeckend und zuverlässig absucht.