Blutspurensuchhund

Die Ausbildung zum Blutspurensuchhund ist eine Spezialausbildung des Polizeihundes, die etwa acht bis zwölf Wochen in Anspruch nimmt und stellt eine Ergänzung zum Leichenspürhund dar. Auf die Suche nach menschlichem Blut wird der Hund konditioniert, indem in sein Bringsel blutige Lappen gesteckt werden. Nach dieser Spezialausbildung ist der Hund in der Lage, nicht nur blutige Gegenstände, sondern auch von Blut gereinigte Textilien, Gegenstände oder Flächen aufzuspüren und durch Kratzen und Lecken anzuzeigen, da die spezifischen Geruchsmoleküle auch dann noch erhalten bleiben, wenn das Blut optisch gründlich entfernt wurde.
Um wilden Spekulationen vorzubeugen sei angemerkt, dass der Blutspurensuchhund nach seiner Ausbildung keine blutrünstige Bestie ist, die alles zerfleischt um an Blut heranzukommen. Es ist davon auszugehen, dass sich die wenigsten Menschen mit Messer und Gabel an einen Tisch setzen, um einen Essensgong zu verspeisen, obgleich dieser zum Essen ruft. Mit dem Blutspurensuchhund verhält es sich genauso. In dem Moment, indem er seinem Herrchen eine Blutspur anzeigt, wird er mit seinem Spielzeug belohnt. Nur darauf ist er heiß. Das gefundene Blut lässt ihn dagegen kalt.