Berliner Hundegesetz – Nur ein Stück Papier?

Berliner Hundegesetz erst ab 2019 voll wirksam

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Berliner Hundegesetz – Nur ein Stück Papier?

Berliner Hundegesetz

Am 22.07.2016 trat das Berliner Hundegesetz in Kraft, doch wichtige Verordnungen fehlten. Ab 2019 gilt das Gesetz für 20 % der Halter nun vollständig.

Die Schildbürger haben einen neuen Job. Sie sitzen nun im Berliner Senat. Am 22. Juli 2016 verabschiedeten sie ein neues Hundegesetz. Blöd nur, dass es dazu auch entsprechende Verordnungen braucht. Die hatte man jedoch bis dahin nicht vollständig zustande gebracht und sollten 2017 folgen. Das war aber nicht der Fall. Verständlich, denn wer hat schon Lust, sich mit Verordnungen zu einem völlig hirnrissigen Gesetz zu beschäftigen? Alleine die Hundekotregelung ist so idiotisch, dass sie bis heute so gut wie nie kontrolliert wurde. Nun hat man es dennoch geschafft und die Verordnungen treten ab 1. Januar 2019 in Kraft.

Neues altes Berliner Hundegesetz

Das neue Berliner Hundegesetz ist, wie wir bereits berichteten, an Irrsinn kaum zu überbieten. Das sah scheinbar auch der Berliner Senat ein, doch kann man ja schlecht zugeben, dass man Monate damit verbracht hat, ein Hundegesetz zu entwerfen, und dabei Unsummen an Steuergeldern raus gehauen hat, um nun das ach so geniale Gesetz einzustampfen. Also kreierte man die noch fehlenden Verordnungen zu diesem Gesetz, die ab 2019 gelten sollen. Theoretisch zumindest. Tatsächlich gilt ab dem 1. Januar 2019 generelle Leinenpflicht außerhalb der Wohnung oder des sicher eingezäunten Gartens.

Neues Berliner Hundegesetz gilt in Ausnahmefällen

Auf unbelebten Straßen und Plätzen gilt für Halter, die einen Hundeführerschein gemacht haben, eine Ausnahmeregelung von der Leinenpflicht. Weiterhin sind Hunde von der generellen Leinenpflicht ausgenommen, die vor dem 22. Juli 2016 angeschafft wurden (Bestandsschutz) oder eine Widerristhöhe von weniger als 30 cm haben. Kurz gesagt: Von der Neuregelung der Leinenpflicht sind weniger als 20 % der Hunde betroffen. Vielleicht sollte man noch zusätzlich Hunde von der Neuregelung ausschließen, die weniger als sechs Beine haben. Der italienische Mineralölkonzern wird damit wohl leben können.

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