Alle Jahre wieder

Hochsaison in Hotels und in Tierheimen

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder zur Urlaubszeit haben nicht nur die Hotels Hochsaison. Auch in den Tierheimen sind freie Plätze knapp.

Zu Weihnachten musste es ein Hund sein und zur Urlaubszeit muss er dann weg. Sei es, weil ein Hund vielleicht doch nicht so ein tolles Spielzeug war oder weil die Halter schlicht weg überfordert sind. Die Überforderung ist in der heutigen Zeit einer der Hauptabgabegründe. Kurioserweise ist ausgerechnet der sogenannte Tierschutz daran nicht ganz unschuldig. Die sozialen Netzwerke sind voll mit selbst ernannten Tierschutzgruppen, die Hunde aus dem Ausland oder aus schlechter Haltung „retten“ und via Facebook, Twitter & Co vermitteln. Ausgesucht und adoptiert aufgrund von Kurzbeschreibungen und Bildern wird der Hund zum „Mitnahmeartikel“. Ein Listenhund ist cool, denn dann gehört man auch endlich zu der Gruppe der Listi-Halter dazu. Oder ein Rottweiler, weil der so richtig was hermacht. Oder ein Malinois, der für alles zu gebrauchen ist. Oder, oder, oder. Informationen über Rasse und deren Eigenschaften, Anforderungen etc. werden nicht eingeholt. Vor- und Nachkontrolle Fehlanzeige und oft wird sogar ein Rückgaberecht ausgeschlossen. Die Tierheime versuchen dem entgegenzuwirken und schlagen dabei in das entgegengesetzte Extrem, sodass es leichter ist, ein Kind zu adoptieren, als einen Hund. Die „Hobbyvermittler“ bekommen dadurch weiteren Zulauf und der Teufelskreis ist perfekt.

VDH – So einfach ist das

Eigentlich bedeutet VDH „Verband für das Deutsche Hundewesen“, doch für jeden Interessierten sollte es auch „vor dem Hund“ heißen. Der VDH berät zukünftige Hundehalter gerne darüber, welche Rassen zu den persönlichen Vorstellungen und Gegebenheiten passen. Es macht keinen Sinn, einen Porsche zu kaufen, weil der cool ist und sportlich aussieht, wenn ich Pferdeanhänger ziehen will. Malinois, Deutsche Schäferhunde, Rottweiler etc. sind Arbeitshunde, die Aufgaben brauchen, damit es mit ihnen keine Probleme gibt. Afghanen sehen edel und vornehm aus, doch es sind Jagdhunde mit einem enormen Bewegungsdrang. Kangal und Co sind zwar absolut „in“, doch es sind Herdenschutzhunde, deren Bedürfnissen nur wenige Halter wirklich gerecht werden können. Probleme sind vorprogrammiert. Nicht, weil die Rasse problematisch ist, sondern weil ein Halter sich für eine, für ihn ungeeignete Rasse entschieden hat.

Vermieter duldet keine Kinder

Geben Sie Ihre Kinder ins Kinderheim, weil der Vermieter keine Kinder duldet? Das „Problem“ Kinder haben Sie etwa 18 bis 21 Jahre am Hals. Sie überlegen sich Ihren Kinderwunsch gründlich, und wenn Sie sich für Kinder entschieden haben, finden Sie bei Problemen eine Lösung. Einen Hund haben Sie etwa 8 bis 15 Jahre. Auch er wird ein Teil der Familie, aber für einen wesentlich kürzeren Zeitraum. Wenn Sie sich für einen Hund entscheiden, dann haben Sie für diesen Zeitraum auch für Problemlösungen zu sorgen. Sind Sie dazu nicht bereit, oder nicht in der Lage, werden Sie Gassigänger im Tierheim.