Fellpflege

Zur Hundehaltung gehört mehr als nur füttern und Gassi gehen. Neben den notwendigen Impfungen und den richtigen Verhaltensweisen bei Krankheitssymptomen (siehe Gesundheit) ist die artgerechte Pflege ein wichtiger Bestandteil der Hundehaltung. Zur Pflege des Hundes gehören in erster Linie die Fellpflege und die, in ihrer Wichtigkeit oft unterschätzte, Pfotenpflege.

Schaumbäder
Wenngleich Schaumbäder nach Möglichkeit vollständig zu vermeiden sind, gibt es natürlich Situationen, in denen ein Bad unumgänglich ist. Das beste Beispiel hierfür ist die Vorliebe mancher Hunde sich in Kot zu wälzen.  Das Problem der Schaumbäder liegt jedoch darin, dass der Fetthaushalt des Fells, und damit der Selbstreinigungseffekt und der Schutz des Fells, durch Schaumbäder beeinträchtigt wird. Auch der natürliche Schutzmantel der Haut wird durch das Waschen und schrubben des Hundes mit Shampoo in Mitleidenschaft gezogen. Einem normalen Schlammbad sollte man am Besten mit einem Bad in einem Bach oder Fluss begegnen, der dem natürlichen Haut- und Fellschutz nicht schadet. Steht ein solches Gewässer nicht zur Verfügung, tut es auch der Gartenschlauch, wobei der Hund danach gut abgetrocknet werden sollte. Andere Gründe für das Baden von Hunden sind medizinischer Natur. Bei starkem Flohbefall beispielsweise kann ein Bad mit einem speziellen Flohshampoo oder bei Allergien mit einem vom Tierarzt verordneten Spezialshampoo erforderlich und sinnvoll sein.

Langes Hundehaar
Bei langhaarigen Hunden ist das tägliche Bürsten des Fells unumgänglich. Während des Fellwechsels ist ein besonders ausgiebiges Bürsten notwendig. Es entfernt nicht nur das alte Fell, sondern fördert auch noch die Durchblutung der Haut und unterstützt so das Nachwachsen des Fells. Für die Fellpflege ist, je nach Felltyp, bis zu einer halben Stunde pro Tag einzuplanen. Während dieser Zeit ist auch auf Unregelmäßigkeiten, wie Zeckenbefall, Verletzungen, Rötungen der Haut, kahle Stellen, Milben- oder Pilzbefall und Ähnliches, zu achten.
Scheren von langem Hundefell
Bei einigen langhaarigen Hunderassen ist eine regelmäßige Schur notwendig. Ausgenommen sind Hunde mit einem Unterfell, die nur dann geschoren werden, wenn eine hoffnungslose Verfilzung vorliegt, oder die Schur vom Tierarzt angeordnet wurde.

Wer seinen Hund selber scheren möchte, sollte gutes Handwerkszeug haben. Da Schermaschinen Geräusche verursachen, die für Hunde sehr unangenehm sind, ist die Schermaschine vor der ersten Schur einige Male einzuschalten. Dabei werden dem Hund gleichzeitig einige Leckerlis in den Fressnapf geworfen, damit dieser sich an das Geräusch der Schermaschine gewöhnt und seine Scheu davor verliert.

Vor der Schur ist der Hund gründlich zu bürsten. Anschließend wird er auf einen Tisch mit einer möglichst griffigen Tischplatte gestellt, wo er von einem Helfer festgehalten und beruhigt wird. Nun kann das Fell in Wuchsrichtung von unten nach oben geschoren werden.

Pflege von kurzhaarigem Fell
Auch kurzhaariges Fell muss regelmäßig gebürstet werden, um abgestorbenes Haar zu entfernen. Insbesondere bei Hunden mit dichtem Unterfell wird so dafür gesorgt, dass die Haut atmen kann. In den Zeiten des Fellwechsels sollte das Fell daher täglich gebürstet werden.
Hunde, die rassebedingt kaum Haare verlieren, sollten, wie ihre langhaarigen Artgenossen, täglich gebürstet werden. Auch eine regelmäßige Schur ist bei diesen Rassen erforderlich.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in unserem E-Paper Dog Aktuell Das Hundemagazin Ausgabe 1/2014.